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03.02.2010

Studie: Investoren legen Fokus auf deutsche Wohnimmobilien

Ernst & Young erwartet ein Transaktionsvolumen von 16 Milliarden Euro.

FRANKFURT - Die Mehrheit der deutschen Immobilieninvestoren hält 2010 Investments in deutsche Immobilien für attraktiv. Dies geht aus der jährlichen Trendumfrage von Ernst & Young Real Estate hervor, in der rund 100 deutsche Immobilieninvestoren, darunter Banken, Versicherungen, Kapitalanlagegesellschaften und verschiedene andere institutionelle Investoren, befragt wurden.

Das Hauptaugenmerk wird auf Wohnimmobilien liegen. Dies ist ein deutlicher Unterschied zu den Jahren vor der Finanzmarktkrise, als Büro- und Einzelhandelsimmobilien die bevorzugten Kaufobjekte institutioneller Investoren waren. "Wohnimmobilien waren bei institutionellen Investoren fast gar nicht im Fokus. Jetzt setzt ein Umdenken ein. Institutionelle Investoren haben die Werthaltigkeit und Stabilität der Wohnimmobilien wieder entdeckt", sagte Hartmut Fründ, Managing Partner bei Ernst & Young Real Estate.
Aber nicht nur Wohnimmobilien werden nachgefragt. Mehr als die Hälfte der 100 befragten Immobilieninvestoren legt seinen Investmentfokus auf Büro- und Einzelhandelsimmobilien, wobei es sich hier in erster Linie um Core-Immobilien und nicht um Randlagen handelt. Ein Interesse an Logistik- und Hotelimmobilien ist bei der Mehrheit der befragten Investoren nicht vorhanden.

Angesichts der Attraktivität des Standortes Deutschland rechnen die Analysten von Ernst & Young 2010 mit einem Anstieg des Transaktionsvolumens gegenüber dem Vorjahr. Nach 13,4 Milliarden Euro im Jahr 2009 erwarten sie für 2010 ein Volumen von 16 bis 18 Milliarden Euro, was allerdings noch unter dem langfristigen Durchschnitt von 20 bis 25 Milliarden Euro liegt.

Wie die Umfrage weiter zeigt, rechnen gut zwei Drittel der Investoren 2010 mit erschwerten Anschlussfinanzierungen. Ungeachtet dessen möchten sich 63 Prozent der Befragten nicht von ihren Bestandimmobilien trennen. Falls es doch zu Verkäufen kommt, favorisiert knapp die Hälfte den Direktverkauf. Auch der Exit über Spezialfonds werde 2010 eine Rolle spielen.

Fast 70 Prozent der befragten Investoren sind der Auffassung, dass IPOs und Kapitalerhöhungen im laufenden Jahr an Bedeutung gewinnen werden. "IPOs sind von einem absoluten No-Go zu einer denkbaren Möglichkeit geworden. Es würde mich nicht wundern, wenn wir 2010 einige sehen werden", so Fründ. Mit Notverkäufen rechnet die überwiegende Mehrheit der Investoren nur vereinzelt.

portfolio institutionell newsflash 03.02.2010/kbe/pe

 
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