FRANKFURT - Trotz Finanzkrise haben rund 60 Prozent der Absolute-Return-Fonds in den Jahren 2008 bis 2010 eine positive Rendite erzielt. Zu diesem Ergebnis kommt der Frankfurter Asset Manager Lupus Alpha in einer Untersuchung von 142 Produkten.
Dabei lag die durchschnittliche Jahresrendite der Produkte bei 0,35 Prozent. Noch im Juni 2010 wies die untersuchte Produktgruppe allerdings eine durchschnittliche Rendite von minus 0,31 Prozent. Obwohl Absolute-Return-Strategien, zu denen auch Hedgefonds gehören, ein positives Ergebnis unabhängig von der Marktentwicklung liefern sollten, haben viele unter der Finanzkrise von 2008 und 2009 gelitten (siehe hierzu einen Kommentar).
Im Hinblick auf die sogenannte "Sharpe Ratio" schnitten die 142 untersuchten Absolute-Return-Fonds noch schlechter ab. Laut Lupus Alpha habe nur ein Drittel der Produkte zwischen 2008 und 2010 eine positive Sharpe Ratio gehabt. Die Sharpe Ratio ist eine risikoadjustierte Performance-Kennzahl, die das Verhältnis der Überrendite einer Kapitalanlage gegenüber einem risikolosen Zinssatz zu deren Volatilität angibt.
2010 schlossen 71 Prozent der von Lupus Alpha untersuchten Fonds im Plus. Die durchschnittliche Rendite lag bei knapp zwei Prozent. Auch hatten zwei Drittel dieser Produkte eine positive Sharpe Ratio. "Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis. Wenn auch die relativ große Streuung der Ergebnisse immer noch erhebliche Qualitätsunterschiede im Absolute-Return-Segment offenbart", kommentierte Ralf Lochmüller, Sprecher der Geschäftsführung bei Lupus Alpha.
Wie Lupus Alpha weiter mitteilte, gab es Ende Dezember vergangenen Jahres 327 Absolute-Return-Fonds in Deutschland und damit 61 mehr als noch vor drei Jahren. Auch liege das in den Fonds verwaltete Vermögen mit 58,4 Milliarden Euro erstmals wieder über dem Niveau vor Ausbruch der Finanzkrise (58,3 Milliarden Euro).
portfolio institutionell newsflash 02.03.2011/jan/kbe




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