Seit 2008 ist der Markt um 68 Prozent auf 13 Milliarden Euro gewachsen.
BERLIN - Der nachhaltige Anlagemarkt in Deutschland ist seit Anfang 2008 um 68 Prozent auf 13 Milliarden Euro gewachsen. Dies geht aus einer neuen Studie des Branchenverbandes "Forum Nachhaltige Geldanlage" hervor.
In Österreich kam es der Studie zufolge zu einer Verdreifachung auf zwei Milliarden Euro. In der Schweiz legte das Segment um 63 Prozent auf 23 Milliarden Euro zu. Zertifikate erfasst die Studie aus methodischen Gründen nicht.
"Grundsätzlich sind institutionelle Investoren die treibende Kraft für nachhaltige Geldanlage gewesen", hieß es in der Studie. In Deutschland stammt der größte Teil der institutionellen Gelder von kirchlichen Einrichtungen und Wohlfahrtsorganisationen, gefolgt von Nichtregierungsorganisationen und Stiftungen.
Auf Platz drei kommen genossenschaftliche und betriebliche Pensionsfonds und die öffentliche Hand. Der akademische Bereich, öffentliche Pensionsfonds und Pensionskassen sowie Versicherungsunternehmen spielen kaum eine Rolle. Dafür nimmt die Bedeutung der Kleinanleger stetig zu. Auf sie entfallen mittlerweile 45 Prozent des Volumens im Bereich nachhaltige Geldanlage.
Gleichzeitig hat in Deutschland die Relevanz nachhaltiger Themenfonds deutlich nachgelassen. Lag deren Anteil im Jahr 2007 noch bei 53 Prozent, waren es 2009 nur noch 23 Prozent. Themenfonds investieren beispielsweise in Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien oder grüne Immobilien.
Dafür spielen Best-in-Class-Ansätze eine immer wichtigere Rolle, sei es in Kombination mit oder ohne Ausschlusskriterien. Ihr Anteil liegt bei 62 Prozent. Drei Viertel der Studienteilnehmer verzichten auf die Ausübung ihres Stimmrechts auf Aktionärsversammlungen. Aktiv werden noch weniger, gerade mal 44 Prozent. In erster Linie geht es dabei um gute Unternehmensführung. Soziales spielt in 25 Prozent aller Fälle eine Rolle, Umweltaspekte in 18 Prozent.
portfolio institutionell newsflash 09.09.2010/jtb/gcu/jan




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