FRANKFURT - Union Investment hat eine starke Nachfrage nach ihrem Wertsicherungskonzept "Immuno" verzeichnet. Wie die Fondsgesellschaft in Frankfurt mitteilte, wurden mit diesen Fonds im ersten Quartal dieses Jahres 1,2 Milliarden Euro von institutionellen Investoren eingesammelt. Damit belaufe sich das Gesamtvolumen der Immuno-Fonds auf nunmehr 21,5 Milliarden Euro. Als die Union die Produkte im Jahr 1995 einführte, betrug das Fondsvolumen 59 Millionen Euro.
Den Trend zu Wertsicherungskonzepten erklärte Thomas Bossert, Geschäftsführer von Union Investment Institutional, so: "Viele Investoren können sich eine statisch und langfristig ausgerichtete Steuerung ihrer Portfolios nicht mehr leisten. In den letzten Krisen mussten sie mit diesem Ansatz mehrfach erhebliche Verluste hinnehmen." Deshalb bräuchten Investoren ein Konzept, das eine Brücke zwischen der Notwendigkeit hoher Renditen und der Erfordernis der Absicherung gegen Verluste schlägt, so Bossert weiter.
Die größte Investorengruppe in den Immuno-Fonds sind laut Union Banken und Großunternehmen mit 51 Prozent. Es folgen Verbände und die öffentliche Hand mit 29 Prozent sowie Versicherungen mit 13 Prozent.
Bossert sagte weiter, dass man im ersten Quartal dieses Jahres auch aus dem Ausland eine verstärkte Nachfrage nach den Fonds festgestellt hat: "Insbesondere angelsächsische und skandinavische Investoren interessieren sich nun für das Thema Wertsicherung. Noch vor zwei Jahren konnte man kaum einen Investor in diesen Regionen für solche Strategien begeistern. Die schweren Kapitalmarktkrisen dieses Jahrzehnts haben hier scheinbar zu einem Umdenken geführt."
Laut der Union wird dieser Trend anhalten. Bis 2014 rechnet die Fondsgesellschaft der genossenschaftlichen Banken damit, dass das Volumen für die Immuno-Fonds auf 29 Milliarden Euro anwachsen wird.
portfolio institutionell newsflash 23.06.2010/jan/kbe




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