Anzeige
Anzeige

Portfolio Magazin

portfolio institutionell

Ausgabe 4/12

Awards 2012

[ mehr ]


Verlagsprodukte

portfolio plattform Erneuerbare Energien

Aufbruch in eine neue Zeitrechnung!

[ mehr ]

Anzeige

Alles zum Thema
BÖRSE & FINANZEN
finden Sie hier

DAX
DAX 6.295,00 -2,18%
TecDAX 752,00 -1,39%
EUR/USD 1,2584 -0,75%

Quelle: Deutsche Bank / Realtime Indikation

Wertpapiersuche

Aktien Tops & Flops

SAP 47,37 +0,42%
FRESENIUS SE &... 75,68 +0,19%
MERCK 75,94 -0,28%
THYSSENKRUPP 14,65 -5,12%
LUFTHANSA 8,38 -4,59%
DT. BÖRSE 39,32 -4,14%

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Amundi Fds Eq Thai AF 188,21%
Allianz RCM Thaila AF 173,66%
KEPLER Asset Backe RF 171,38%
Fidelity Thailand AF 152,37%
MS INVF US Propert AF 137,86%

mehr

Wechselkurse interaktiv

Anzeige
portfolio-institutionell.de
24.02.2010

Union Investment mit beachtlichem Absatz im Insti-Geschäft

Alexander Schindler

Alexander Schindler

Im Gespräch mit unserem Medium erläutert Union-Vorstand Alexander Schindler die Gründe für die positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2009. 

FRANKFURT - Union Investment hat 2009 in seinem institutionellen Geschäft einen Nettoabsatz von 8,3 Milliarden Euro verzeichnet. Wie der Asset Manager auf seiner Jahrespressekonferenz mitteilte, stammte rund ein Drittel des Absatzes, also 2,6 Milliarden Euro, von Neukunden.

Mit 36 von insgesamt 45 neuen Mandaten gehörte dabei die Mehrzahl der Neukunden nicht dem genossenschaftlichen Sektor an. Dank des guten Neukundengeschäfts und Wertzuwächsen stieg das verwaltete Vermögen von Union Investment 2009 gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent auf 76 Milliarden.

Nach der BVI-Rangliste hält Union Investment bei den Assets under Management im institutionellen Bereich nun einen Marktanteil von 10,8 Prozent und belegt den zweiten Platz hinter Allianz Global Investors.

Welche Faktoren für die positive Geschäftsentwicklung von Union Investment im vergangenen Jahr ausschlaggebend waren, darüber sprach portfolio institutionell mit Alexander Schindler, Vorstandsmitglied von Union Investment mit Verantwortung für das institutionelle Geschäft.

Herr Schindler, 2008 musste Ihr Haus im institutionellen Geschäft einen Rückgang des verwalteten Vermögens um 3,7 Milliarden Euro hinnehmen. Vergangenes Jahr konnten Sie wieder Mittelzuflüsse verbuchen und die Assets under Management auf 76 Milliarden Euro steigern. Worauf führen Sie diese positive Entwicklung zurück?

Alexander Schindler: Dabei spielten verschiedene Faktoren eine Rolle. Ein Punkt war, dass die Suche der Investoren nach Zusatzrenditen dramatisch zugenommen hat. Zum anderen hat sich der intensive Kundenkontakt in der Krise ausgezahlt. Darüber hinaus verfügen wir über eine breit angelegte Investmentkompetenz in Sachen Absolute Return und Wertsicherungskonzepte, die sich gerade im schwierigen Jahr 2008 bewiesen haben.

Union Investment konnte 2009 insgesamt 45 institutionelle Neukunden gewinnen. Aus welchem Bereich kamen diese?

Unsere Neukunden kamen überwiegend aus dem Versicherungsbereich, von Altersvorsorgewerken und Unternehmen und deren Pensionskassen. Als vierte Gruppe sind noch die internationalen Investoren, darunter auch Staatsfonds, zu nennen. Diese haben ihre Devisenportfolios weg vom Dollar hin zum Euro ausgerichtet.

Wie verteilt sich der institutionelle Kundenstamm von Union Investment insgesamt?

Das teilt sich auf in 60 Prozent genossenschaftliche Gelder und 40 Prozent nichtgenossenschaftliche Gelder. Der nichtgenossenschaftliche Anteil ist zuletzt deutlich gestiegen. 2007 waren es 20 Prozent nichtgenossenschaftlichen Gelder.

Sehen Sie hier noch Wachstumspotenzial?

Ja. Im genossenschaftlichen Bereich haben wir ja bereits eine hohe Marktdurchdringung. Im nichtgenossenschaftlichen Sektor sind wir hingegen erst seit ein paar Jahren mit den notwendigen Ressourcen unterwegs. Naturgemäß braucht es eine gewisse Zeit, bis man im Markt akzeptiert ist. Aber man kann sagen, dass wir uns zunehmend etabliert haben. Das sieht man allein daran, dass wir eine hohe Erfolgsquote bei Mandatsausschreibungen über Consultants haben.

Für Ihr Wertsicherungskonzept Immuno haben Sie inzwischen 200 Mandate zu Buche stehen. Das gesamte Volumen in diesen Konzepten beläuft sich auf über 20 Milliarden Euro (18 Milliarden Euro 2008). Was steckt hinter dem Erfolg dieses Konzeptes?

Das sind drei Faktoren. Zum einen verfügen wir über 15 Jahre Erfahrung. Das schließt auch Erfahrungen in schwierigen Phasen, wie wir sie zum Beispiel 2002/2003 hatten, mit ein. Neben dem Modell-Know-how verfügen wir auch über die notwendige Erfahrung im Fondsmanagement. Es reicht nämlich nicht aus, die entsprechenden Programme zu haben. Man braucht auch Leute, die diese Daten interpretieren können. Als dritter Punkt ist der erbrachte Beweis zu nennen, das sich mit diesem Konzept etwas verdienen lässt.

Spielt die Wertuntergrenze nicht auch eine wichtige Rolle?

Das ist sicher auch ein wichtiger Punkt. Gerade Investoren, die genauen Regulierungen unterliegen, haben ein hohes Interesse an einer Verlustbegrenzung. Aber auch bei anderen Investoren ist das Interesse an Wertsicherung gestiegen. Man muss bedenken, dass die Kapitalanlagen 2007 durchschnittlich negative Ergebnisse erzielt haben, 2008 war es dann noch mehr. Viele Investoren konnten sich kein weiteres negatives Jahr leisten.

Was haben institutionelle Investoren außerdem nachgefragt?

Wandelanleihen waren sehr gefragt. Diese bieten ähnliche Vorteile wie Wertsicherungskonzepte und haben gezeigt, dass sie selbst in der Krise Absicherung bieten. Der dritte große Block waren Unternehmensanleihen. Gerade in der zweiten Jahreshälfte haben wir einen starken Wechsel in diese Asset-Klasse gesehen. Schließlich sind noch Aktien und Realzinsanleihen zu nennen, allerdings waren diese nur Beimischungen.

Was sind Themen, mit denen Sie sich derzeit intensiver befassen?

Ein Thema, das uns sehr bewegt, ist die Weiterentwicklung von Konzepten, die sich am Absolute-Return-Ansatz orientieren, aber die Verbindlichkeitenseite mit einbeziehen. Der Trend geht eindeutig zu einem verbindlichkeitsorientierten Asset Management.

Sie spielen hier auf das neue Konzept namens Synkrono an, dessen aktiver Vertrieb zu Jahresbeginn gestartet ist. Können Sie dieses Konzept kurz erläutern?

Synkrono geht in Richtung Liability Driven Investments (LDI). Das ist ein neues Betätigungsfeld von uns. Wir haben in letzter Zeit verstärkt festgestellt, dass die Bereitschaft der institutionellen Investoren gestiegen ist, sich dem Manager gegenüber zu öffnen und auch die Verbindlichkeitenseite transparent zu machen. Das ist neu. Das war früher nicht der Fall. Die Investoren mussten aber zuletzt erkennen, dass in ihren Kapitalanlagen Risiken schlagend wurden, die vorher so nicht bekannt waren. Ich spreche hier zum Beispiel vom Liquiditätsrisiko. Darüber hinaus bedarf es nach unserer Einschätzung auch aufgrund der zukünftigen Kapitalmarktentwicklung - Stichwort: kürzere Zyklen, höhere Schwankungsbreiten, geringere durchschnittliche Renditen - eines noch aktiveren Ansatzes.

Wie ist die Resonanz auf diesen Konzept bisher?

Wir haben eine sehr positive Resonanz. Die ersten beiden Mandate gibt es schon.

Welche Erwartungen haben Sie für die Zukunft?

Wir glauben, dass wir in den nächsten Jahren drei bis vier Milliarden Euro diesem Thema zuordnen können. Allerdings läuft das ganze gerade erst an und man muss schauen, wie es sich entwickelt. Nicht zu jedem Kunden passt dieses Konzept. Es gibt beispielsweise große Investoren, die den Abgleich der Aktiv- und Passivseite selbst machen. Diesen bieten wir dann andere Dienste an. Auch ist dieses Konzept sehr beratungsintensiv.

Welche Themen werden die institutionellen Investoren 2010 bewegen?

Dieses Jahr wird stark von der Suche nach Rendite getrieben sein. Ich gehe davon aus, dass Investoren Spread-Produkte suchen werden und sich die Reallokation raus aus Staatsanleihen hinein in Unternehmensanleihen verstärken wird. Und natürlich bleibt Diversifikation das A und O. Dabei geht es nicht nur um Diversifikation über Asset-Klassen, sondern auch innerhalb der Vermögensklassen.

Im Zuge der Finanzkrise sind bei Investoren Zweifel an aktivem Management aufgekommen. ETF-Anbieter hatten hingegen gerade von institutioneller Seite einen großen Zulauf. Ist dies bei Ihnen im Haus gar kein Thema?

Wir verstehen uns als aktiver Manager. Wir haben den Anspruch an uns, einen Mehrwert, also Alpha, zu generieren. ETF haben durchaus ihre Berechtigung als Instrument. Aber das ist nicht unser Betätigungsfeld. Aktives Management ist unsere Domäne. Daran werden wir auch nichts ändern.

Welche Ziele haben Sie sich im institutionellen Bereich für 2010 gesteckt?

Wir erwarten, dass wir die Erfolge der letzten Jahre fortsetzen können. Unser Ziel ist es, in diesem Jahr um fünf bis sechs Milliarden Euro zu wachsen, so dass die Assets under Management über 80 Milliarden Euro hinausgehen werden. Da bin ich sehr optimistisch. Denn das Jahr hat schon sehr vielversprechend angefangen. Im Januar konnten wir bereits eine Milliarde Euro verbuchen.

portfolio institutionell newsflash 24.02.2010/kbe/jan

 
Kerstin Bendix
Einen Kommentar schreiben
Wir freuen uns über Ihre Kommentare. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

CAPTCHA Bild zum Spamschutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
* Pflichtfelder
 
Anzeige