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13.07.2010

Universal-Investment verbündet sich mit Vescore

Peter Flöck, Universal-Investment

Gemeinsam steuern sie künftig aktive Overlays.

FRANKFURT - Der Master-KAG-Primus Universal-Investment und die Boutique Vescore steuern künftig gemeinsam aktive Overlays. Um Betas abzusichern, hat Universal bereits passive Overlays ihrer Masterfondskunden gemanagt. Für chancenorientierte und aktive Overlays mussten Kunden von Universal aber bislang externe Asset Manager mandatieren. Diese Lücke soll die Kooperation schließen.

"Die optimale Nutzung der vorhandenen Risikobudgets ist wichtiger denn je", sagt Peter Flöck, verantwortlich für den Bereich Portfoliomanagement bei Universal-Investment. Mit Assets under Administration in Höhe von rund 120 Milliarden Euro ist Universal-Investment die größte Master-KAG. Vescore, 1998 im Umfeld der Universität St. Gallen gegründet, betreut in der Schweiz und Deutschland Vermögen im Volumen von mehr als fünf Milliarden Euro, davon drei Milliarden Euro in Overlays.

In der künftigen Kooperation zeichnet Vescore für die Renditeprognose und die Bereitstellung optimierter Musterportfolios verantwortlich. Universal übernimmt von der Risikomessung über die Wertsicherung und Portfoliosteuerung bis zur laufenden Kontrolle und dem Reporting die weiteren Schritte.

Vescore nutzt dafür sein quantitatives Modell "Glocap", welches auf einer ersten Stufe fundamental-ökonomisch vorgeht. "Die im Markt vorherrschenden Konjunkturerwartungen und die damit einhergehende, für kurzfristige Markttrends relevante Risikobereitschaft der Marktteilnehmer lassen sich etwa aus Zinsstruktur- und Kreditrisiko-Spreads ableiten", erläutert Dr. Peter Oertmann, Gründer und CEO von Vescore. Darauf bauen Prognosen für Renditetreiber wie Zinsen, Währungen, Rohstoffpreise oder Aktienkurse auf. Im nächsten Schritt werden Voraussagen für die Entwicklung unterschiedlicher Anlageklassen getroffen.

Seit dem Start des Modelleinsatzes im Januar 1998 lag Vescore in etwa zwei Dritteln aller Marktphasen mit den Prognosen richtig und erkannte die folgenden Marktbewegungen. Während ein 30-70-Portfolio von 2002 bis Ende 2009 jährlich mit 4,3 Prozent rentierte, wuchs der Wert des Portfolios mit Active-Quant-Overlay im Jahr um 8,9 Prozent.

Vescore und Universal erschließen sich mit der Kooperation einen neuen Vertriebskanal. Den interessantesten Aspekt der Zusammenarbeit sieht Florian Schepp von Vescore aber nicht primär darin, dass die Universal der größte Anbieter von Master-KAG-Lösungen ist: "Der große Vorteil der Kooperation ist, dass Universal-Investment auf Einzeltitelebene die tatsächlichen Risiken inklusive der Diversifikationseffekte mittlerweile extrem genau abschätzen kann. Darum muss weniger Risikobudget reserviert werden, und man kann sich folglich mehr Chancen nach oben erschließen."

Als Schwäche der Beta-Steuerung gilt gemeinhin, dass Risiken aus komplexen oder schwer hedgebaren Portfolios besser auf Einzeltitelebene erfasst werden als die Abbildung über einen Markt als Proxy, dem üblichen Vorgehen in der Allokationssteuerung.

portfolio institutionell newsflash 14.07.2010/pe/kbe

 
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