Ihren Titel als beste Altersvorsorgeeinrichtung über eine Milliarde Euro konnte die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) verteidigen. Die Entscheidung ist in diesem Jahr allerdings knapp ausgefallen, teilte die Fachjury aus Vertretern von Faros, Bfinance, KPMG und Towers Watson mit. Den Ausschlag für den Sieg der VBL gab letztlich das Gesamtpaket. „Die 2010 erzielte Nettoverzinsung von über neun Prozent im kapitalgedeckten Teil der freiwilligen Versorgung ist genauso beeindruckend wie der Mehrjahresvergleich, der sogar oberhalb der Performance amerikanischer Universitätsstiftungen liegt“, hieß es in der Begründung der Jury. Dadurch sei es der VBL möglich, systematisch die stillen Reserven weiter zu erhöhen.
Positiv hob die Jury ferner die Anlagephilosophie der Einrichtung hervor, die auf eine hohe Diversifikation durch nennenswerte Anteile in Absolute-Return-Produkten und realen Assets sowie auf ein systematisch antizyklisches Vorgehen setzt. Dies zeige sich unter anderem in dem Mut, manchmal gegen den Strom in einzelne Manager oder Investmentansätze zu investieren. Das Motto der VBL laute: In Märkte und Menschen investieren, nicht in Institutionen.
Angetan war die Jury zudem von der aktiven Kommunikation mit den Aufsichtsbehörden Bafin und Bundesfinanzministerium. Vermeintlich festgelegte Anlagebeschränkungen würden in der Diskussion mit den Behörden hinterfragt, so dass fachlich begründete Abweichungen genehmigt werden. So seien in speziellen Situationen Forward-Swaps nutzbar gemacht worden.
Die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder führt seit über 80 Jahren die betriebliche Altersversorgung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst durch. Sie verwaltet Beiträge und Umlagen von Arbeitgebern und Beschäftigten in Höhe von über zwölf Milliarden Euro. Etwa eine Million Rentner erhalten neben ihrer gesetzlichen Rente eine Zusatzrente von der VBL. Insgesamt etwa 340 Millionen Euro zahlt die VBL monatlich an Zusatzrenten aus. Derzeit nutzen rund 5.400 beteiligte Arbeitgeber und etwa vier Millionen Versicherte die Dienstleistung der Einrichtung.
Für die Kapitalanlage der VBL ist der Finanzvorstand, Georg Geenen, zuständig. Gemeinsam mit seinem Kollegen Richard Peters nahm er den Award von Michael Fuß, Mitglied der Geschäftsführung bei DB Advisors, entgegen.
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13.05.2011
VBL verteidigt ihren Titel
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