Traditionelle Anlagen
21.02.2017

Wenige ETF-Anbieter teilen sich einen großen Kuchen

Das Interesse an börsennotierten Indexfonds verhilft einzelnen Produkten nun auch in Europa zu enormem Volumina, wie eine aktuelle Analyse zeigt. Doch nicht alle Aktien-Indexfonds der Spitzengruppe konnten im Januar ihre Assets under Management steigern.

Der I-Shares Core S&P 500 UCITS ETF hat als erster börsennotierter Indexfonds (ETF) in Europa die Marke von 20 Milliarden Dollar beim verwalteten Vermögen überschritten, wie der Anbieter in einer Pressemitteilung vorrechnet. Dicht auf den Fersen ist ihm in der Gruppe der Aktien-ETF der Vanguard S&P 500 ETF, wie eine Statistik der Deutschen Bank zeigt. Umgerechnet in Euro brachte es der Platzhirsch von I-Shares zum Stichtag  31. Januar 2017 auf ein Anlagevolumen von 18,34 Milliarden Euro (im Vormonat: 18,25 Milliarden Euro). Das Schwergewicht vom Indexfonds-Pionier Vanguard konnte relativ gesehen innerhalb des ersten Monats 2017 stärker als der I-Share-ETF zulegen und brachte es Ende Januar auf 16,44 Milliarden Euro (15,93 Milliarden Euro).

Die weiteren vier Plätze belegten allesamt Indexfonds von I-Shares, wobei der I-Shares Core MSCI World Ucits ETF mit 8,33 Milliarden Euro (7,92 Milliarden Euro) das Viergespann anführte, gefolgt von Produkten, mit denen Anleger in den Dax 30, den S&P 500 und den Euro Stoxx 50 investieren können. 

Als dritter Anbieter unter den größten börsennotierten Indexfonds bei Aktien-ETF Europa schaffte es Lyxor in dieser Vergleichsrunde zu punkten. Dessen Ucits ETF Euro Stoxx 50 brachte es in dem Ranking mit 6,84 Milliarden Euro (7,03 Milliarden per Ende 2016) auf Rang sieben. Vierter Anbieter in dem Reigen ist DB X-Trackers mit einem Indexfonds auf den Euro Stoxx 50. Er landete unter den größten börsennotierten Indexfonds in Europa mit einem Anlagevolumen von 4,63 Milliarden Euro (4,77 Milliarden Euro) auf Rang 13 und musste sich damit fünf weiteren Indexfonds von I-Shares unterordnen, die die Plätze acht bis zwölf unter sich ausmachten. 

Wie diese kurze Analyse zeigt, haben nicht alle Indexfonds im Januar von der florierenden Absatzlage profitiert. Laut Amundi verzeichneten europäische börsennotierte Indexfonds im Januar 2017 insgesamt Zuflüsse in Höhe von 10,6 Milliarden Euro. Davon entfielen rund sieben Milliarden Euro auf Aktien-ETF, während Renten-ETF ein Plus von 2,8 Milliarden Euro verbuchen konnten, wie Sie hier nachlesen können

Der größte Renten-ETF in Europa stammt ebenfalls von I-Shares. Der I-Shares Euro Corporate Bond Ucits ETF bringt es auf ein Anlagevolumen von 7,68 Milliarden Euro. Unter den börsennotierten Indexfonds auf Rohstoffe sticht der ZKB Gold ETF der Zürcher Kantonalbank heraus. Er brachte es zum 31. Januar 2017 auf 5,30 Milliarden Euro Anlagevolumen. Dicht auf den Fersen ist ihm derzeit der ETFS Physical Gold von ETF Securities mit 5,28 Milliarden Euro. Wenn von Rohstoff-ETF die Rede ist, darf auch die folgende Erfolgsgeschichte nicht fehlen: Der Source Bloomberg Commodity Ucits ETF hat innerhalb des ersten Monats nach Auflegung bereits Assets von einer Milliarde US-Dollar auf sich vereinnahmt. Stand ist hier der 31. Dezember 2016. Damit ist er nach Angaben seines Emittenten der erfolgreichste neu gestartete ETF der vergangenen fünf Jahre.  

portfolio institutionell 20.02.2017/Tobias Bürger

 
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