Strategien
14. Dezember 2018

Offener Brief für Exklusion von Waffen aus Indizes

Über 80 institutionelle Investoren unterzeichnen offenen Brief. Bayerische Versorgungskammer gehört zu deutschen Erstunterzeichnern.

Über 80 institutionelle Investoren, darunter die Bayerische Versorgungskammer, haben einen Brief an globale Indexanbieter unterzeichnet, umstrittene Waffen aus Mainstream-Indizes zu exkludieren. Der Brief entstand aus einer Initiative von mittlerweile über 60 schweizerischen institutionellen Investoren, welche kürzlich für internationale Investoren geöffnet wurde. Darin werden Indexanbieter aufgefordert, künftig aus diesen Indizes Unternehmen zu entfernen, welche Geschäfte mit diesen Waffentypen machen. Diese Unternehmen machten nur einen minimalen Teil der globalen Equity- und Fixed-Income-Indizes aus, argumentiert der Brief. Gleichzeitig bedeute dies für aktiv investierte Investoren, welche diese Indizes nachbilden wollen, die Aufnahme eines zusätzlichen Tracking Error.  Passive Investoren, welche in nicht-ausschließende Indizes investieren, würden – teils unwissentlich und gegen ihren Willen – zur Finanzierung umstrittener Waffen beitragen.

Die Exklusion von umstrittenen Waffen ist inzwischen Teil der ESG-Standards vieler Investoren. In einigen Ländern wie der Schweiz, Spanien, Niederlande, Neuseeland, Luxemburg, Irland, Frankreich und Belgien gibt es zudem inzwischen regulatorische Verpflichtungen, in umstrittene Waffen involvierte Firmen von der Finanzierung auszuschließen. Als umstrittene Waffen gelten beispielsweise Clustermunition, Anti-Personen-Minen sowie chemische, biologische und nukleare Waffen.

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