Traditionelle Anlagen
8. April 2019

Passive High-Yield-ETFs performen schlechter als ihre aktiven Pendants

Outperformance der letzten fünf Jahre liegt bei 87 Basispunkte jährlich. Eaton Vance White Paper findet „inhärente Konstruktionsmängel“ bei passiven Produkten.

Laut einer Studie von Eaton Vance performen passive ETFs, die in High-Yield-Anleihen und Floating-Rate-Loans investieren, deutlich schwächer als ihre aktiv gemanagten Pendants. So konnten die aktiv gemanagten High-Yield-Publikumsfonds bei vergleichbarer Volatilität ihre passiven Pendants in den drei Jahren bis September 2018 nach Kosten um durchschnittlich 55 Basispunkte outperformen, über eine 5-Jahres-Sicht sogar um 87 Basispunkte. Auch bei Floating-Rate-Funds lag die Performance der aktiven Produkte um 83 Basispunkte höher, über fünf Jahre sogar bei 99 Basispunkte. Auch in einer Betrachtung über einen Zeitraum seit der Einführung von High-Yield-ETFs im Jahr 2007 konnten die aktiven Publikumsfonds in 100 von 102 Untersuchungszeiträumen eine höhere Performance als High-Yield-ETFs ausweisen.

Dies sei erstaunlich, da passive Aktienfonds in den vergangenen fünf Jahren in den neun wichtigsten Morningstar-Stilboxen durchschnittlich 129 Basispunkte pro besser abschnitten als aktiv gemanagte Fonds. 40 Prozent dieser Outperformance schlagen dabei durch geringere Kosten zu Buche. Aufgrund dieser Ergebnisse, so Eaton Vance, stünde die Vermutung nahe, dass passives Management auch im Hochzinsanleihenbereich Vorteile gegenüber aktivem Management besitze. Dies sei jedoch bis auf wenige Ausnahmen nicht der Fall. Als Grund nennt das White Paper inhärente Konstruktionsmängel, die gegen deren flächendeckenden Einsatz sprechen würden. So stünde laut Eaton Vance bei Wahl von Indizes für ETFs der Tracking Error und nicht die Performance des Indizes im Vordergrund. Auch Transaktionskosten spielen eine Rolle. Diese seien in den üblichen Indizes, gegen die aktive Manager ihre Fonds benchmarken, nicht enthalten. Diese hätten Wege gefunden, diesen Nachteil auszugleichen, was Vorteile gegenüber passivem Management bewirkt habe.

Autoren:

Schlagworte: | |

In Verbindung stehende Artikel:

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.