Stiftungen
26. September 2018

RAG-Stiftung reduziert Evonik-Beteiligung

Schuldverschreibung mit null Prozent aber mit Umtauschprämie platziert. RAG-Stiftung bleibt Großaktionär.

Die RAG-Stiftung trennt sich von einem großen Teil ihres Evonik-Aktienpakets. Wie die Stiftung bekanntgab, wurden 16.314.000 Aktien der Evonik Industries AG zu einem Preis von EUR 30,65 je Evonik-Aktie platziert. Dies entspricht laut der Stiftung rund 3,5 Prozent der insgesamt ausgegebenen Evonik-Aktien, sodass die RAG-Stiftung nach Durchführung der Platzierung noch rund 64,3 Prozent an Evonik hält. Die Evonik-Aktien wurden im Rahmen einer Privatplatzierung zum Kauf angeboten.

0-Prozent Schulverschreibung mit Umtauschrecht
Gleichzeitig gibt die RAG-Stiftung die Ausgabe einer nicht nachrangigen und unbesicherten Schuldverschreibung mit dem Recht zum Umtausch in Aktien der Evonik Industries AG in Höhe von 500 Millionen Euro mit einer Laufzeit von sechs Jahren bekannt. Die Schuldverschreibung 2018 wurde institutionellen Investoren im Rahmen einer Privatplatzierung zum Erwerb angeboten. Wie die Stiftung mitteilt, wird diese Schuldverschreibung zu 100,5 Prozent des Nennbetrags begeben und zu 100 Prozent des Nennbetrags zurückgezahlt. Der Kupon beträgt 0,00 Prozent und der anfängliche Umtauschpreis wurde auf 38,3125 Euro festgelegt, was einer Umtauschprämie von 25 Prozent über dem Platzierungspreis der gleichzeitigen Platzierung der Evonik-Aktien entspricht.

Die 2007 gegründete RAG-Stiftung soll die sozialverträgliche Beendigung des subventionierten Steinkohlenbergbaus der RAG Aktiengesellschaft zum Ende des Jahres 2018 gewährleisten. Darüber hinaus wird die RAG-Stiftung die Finanzierung der Ewigkeitsaufgaben des Steinkohlenbergbaus der RAG ab 2019 übernehmen.

Über die im April 2014 gegründete RAG-Stiftung Beteiligungsgesellschaft mbH investiert die Stiftung im Rahmen einer langfristigen Kapitalanlagestrategie in nachhaltig erfolgreiche Unternehmen. Wesentliches Ziel der Beteiligungsgesellschaft sei der Aufbau einer unternehmerisch geführten Industrieholding mit innovativen und wachstumsstarken Beteiligungen. Mehrheitsbeteiligungen hält die Stiftung unter anderem an den Mittelständlern Hahn Group, Roeder Zeltsysteme oder Heidelberg Instruments Mikrotechnik.

portfolio institutionell 26.09.2018/Patrick Eisele

 

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