Traditionelle Anlagen
19. Oktober 2018

Schuldscheinmarkt stagniert

In Q3 Rückgang beim Volumen von zwölf Prozent. Große Schuldscheine von Rewe, Eurofins und Pirelli.

Beim Finanzierungsbedarf von Unternehmen ist eine gewisse Sättigungskurve zu erkennen. Das Emissionsvolumen von Unternehmensschuldscheinen sank im dritten Quartal 2018 auf insgesamt 7,8 Milliarden Euro und fiel damit im Vergleich zum dritten Quartal 2017 (8,8 Milliarden Euro) um 11,8 Prozent. Die Anzahl der Schuldscheine blieb im dritten Quartal 2018 mit 47 abgeschlossenen Deals auf Vorjahresniveau. Diese Daten präsentiert Refinitiv. Unter diesem Namen firmiert nun der Dienstleister Thomson Reuters.

Der Großteil des Volumens in den ersten drei Quartalen stammt aus dem Handelssektor. Den größten Schuldschein in Höhe von 1 Milliarde Euro gab bereits im ersten Quartal 2018 die Rewe Group aus. Mit einem Schuldschein über 550 Millionen Euro führt das französische Unternehmen Eurofins Scientific den Dienstleistungssektor mit dem größten Deal im dritten Quartal und dem zweitgrößten in den ersten neun Monaten des Jahres an. Der zweitgrößte Schuldschein im dritten Quartal 2018 kam vom italienischen Chemie-, Kunststoff- und Kautschukunternehmen Pirelli, das einen Schuldschein in Höhe von 525 Millionen Euro abschloss. Die drittgrößten Deals im dritten Quartal 2018 kamen von der Andritz AG sowie der Deutschen Post AG, die jeweils einen Schuldschein über 500 Millionen Euro platzierten.

LBBW vor Unicredit und Bayern LB
Die League Tables führt weiter die LBBW an. Die LBBW hat sich in den Schuldschein-League-Tables mit einem Marktanteil von 25 Prozent in den ersten drei Quartalen erneut und bereits das vierte Jahr in Folge die Spitzenposition gesichert. Unicredit verbesserte sich im Ranking um zwei Plätze und schloss 21 Deals ab. Die Bayern LB sicherte sich mit 22 abgeschlossenen Deals während den ersten drei Quartalen des Jahres erneut den dritten Platz.

Volumen von Schuldscheinen im Mittelstand konstant
Im Mittelstand stagniert die Ausgabe von Schuldscheinen mit einem Volumen von 3,9 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten. Den größten Schuldschein im Mittelstand in Höhe von 293 Millionen Euro platzierte AT&S Austria Technologie & Systemtechnik. Die zweitgrößte Transaktion kam im April von Trans Austria Gasleitung mit einem Volumen von 260 Millionen Euro. Zum von Refinitiv definierten „Mittelstand“ zählen Unternehmen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz mit einem Umsatzvolumen von weniger als 1,5 Milliarden Euro pro Jahr.

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