Alternative Anlagen
29. März 2019

Skandinavische Windparks beliebt

Prime Capital lanciert Fonds mit Fokus Wind in Nordeuropa. Susi investiert zweimal in Dänemark, Luxcara und Meag in Norwegen.

Windparks in Nordeuropa erfreuen sich derzeit großer Beliebtheit, wie jüngste Zukäufe von Asset Managern zeigen. So haben Susi Partners für ihren Renewables-Fonds zwei Onshore-Windparks in Dänemark mit einer Kapazität von zusammen 50 Megawatt erworben. Dabei verbleibt ein Teil der Kapazität jeweils bei dem örtlichen Projektentwickler und bei Anwohnern der Umgebung. Den Weg der Fremdkapitalfinanzierung gingen indessen Luxcara und die Meag, welche erstrangig besicherte Projektanleihen in Form von privat platzierten Namensschuldverschreibungen (Project Bond) zur Finanzierung der norwegischen Windparks Skinansfjellet und Gravdal initiiert und strukturiert haben. Dabei sei ein niedriger dreistelliger Euro-Millionenbetrag privat platzierter Projektanleihen an Investoren von Munich Re (Gruppe), das österreichische Versicherungsunternehmen Uniqa und eine weitere europäische Versicherungsgruppe emittiert worden. Das Eigenkapital wird von einem Erneuerbare-Energien-Fonds für institutionelle Investoren bereitgestellt, der von Luxcara beraten wird.

Aktives Projektmanagement will die Prime Capital AG mit ihrem neuen Fonds, welcher in Windenergieanlagen in Nordeuropa investiert, umsetzen. Prime Capital hat sich für den neuen Fonds bereits drei Projekte in Norwegen und Schweden mit einer Gesamtleistung von circa 600 Megawatt gesichert. Angestrebt ist eine Nettorendite von über acht Prozent bei einer Laufzeit von acht Jahren an und ein Volumen von mindestens 500 Millionen Euro, aus denen der Erwerb von sieben bis zwölf Großprojekten finanziert werden soll. Dafür soll eine Kommerzialisierungsstrategie der Großprojekte in später Entwicklungsphase gefahren werden,  welche beispielsweise Optimierungsmaßnahmen für die bereits genehmigten Projekte hinsichtlich des Layouts der Windparks, der unterschiedlichen Vertragswerke bis zur Finanzierungsstruktur umfasst. Die Akquisition schlüsselfertiger Projekte werde angesichts unzureichender Renditen zu einem Auslaufmodell, heißt es seitens der Capital Group. „Aufgrund der sukzessiven Rückführung staatlicher Förderungsmechanismen stehen künftig Projekte mit niedrigsten Stromgestehungskosten im Fokus“, so Andreas Kalusche, Vorstand und Leiter Client Solutions bei Prime Capital. „Asset Manager werden daher deutlich früher in der Wertschöpfungskette ansetzen müssen, um durch die Optimierung von Finanzierungs-, Investitions- und Betriebskosten attraktive Renditen zu erzielen.“

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