Traditionelle Anlagen
9. April 2019

Studie: Nur 23 Prozent zufrieden mit aktivem Management

Jedoch Chancen bei gering korrelierten Märkten und digitaler Transformation. Performance-Fee-Strukturen, ESG und Risikomanagement nachgefragt.

Eine aktuelle Studie gibt weitere Belege für die tiefgreifende Transformation der Asset-Management-Branche. Nur 23 Prozent einer groß angelegten globalen Befragung von Allianz Global Investors unter 500 institutionellen Investoren mit verwaltetem Vermögen von über 15 Billionen Dollar geben an, dass aktives Management seine Kosten wert seien. Allerdings halten immerhin 61 Prozent der Befragten dies für die beste Option bei gering korrelierten Märkten, sogar 71 Prozent glauben, dass aktive Manager am besten geeignet sind, um an Chancen durch die digitale Transformation zu partizipieren. Besser als passives Management wird die Berücksichtigung von ESG-Kriterien eingeschätzt. 72 Prozent aller institutionellen Investoren (in Deutschland sogar 83 Prozent) planen, bis 2030 ihr gesamtes Portfolio nach ESG-Kriterien anzulegen, 38 Prozent sogar schon bis 2025.

Sorge vor Marktvolatilität

Dabei brachten die Investoren eine klare Präferenz für leistungsorientierte Gebührenstrukturen zum Ausdruck, wobei dieses Urteil bei deutschen Investoren (83 Prozent) im Vergleich zu ihren globalen Pendants (68 Prozent) noch einmal deutlicher ausfiel. Unter den wichtigsten Kriterien bei der Managerauswahl wird erwartungsgemäß die Performance hoch gewertet, 48 Prozent der Befragten gaben dies als eine ihre Top-3-Präferenzen an. Daneben sind Verständnis für Geschäftsziele und Herausforderungen seitens des Asset Managers als auch dessen Fähigkeit, sich wandelnden Bedürfnissen anzupassen als wichtig gewertet.

Weniger als die Hälfte der Befragten war der Meinung, dass sie über ein geeignetes Instrumentarium zum Management von Tail-Risiken verfügen. Dies bekommt eine besondere Bedeutung vor dem Hintergrund, dass 80 Prozent Marktvolatilität als die größte Sorge für 2019 nannten, knapp vor der Geldpolitik (79 Prozent) und der Inflation (75 Prozent). Global glauben 87 Prozent aller Befragten (in Deutschland 75 Prozent), dass in den vergangenen zehn Jahren das Risikomanagement „nachlässig“ geworden worden sei.

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