Recht, Steuer & IT
21. Februar 2019

UN PRI macht Reporting von Klimarisiken verpflichtend

Bisher freiwillige Angabe ab 2020 für alle Mitglieder verpflichtend. Auch MSCI warnt vor Klimarisiken.

UN PRI weitet die Berichtspflichten ihrer Mitglieder auf das Reporting von Klimarisiken aus. Bereits seit 2018 sehen die Richtlinien das freiwillige Reporting der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) vor. Über 480 Investoren mit einer Vermögenssumme von 42 Billionen USD waren dem bisher nachgekommen. Ab 2020 sollen nun ein Teil dieser Angaben für Mitglieder verpflichtend werden. Dabei steht es den Unterzeichnern offen, ob diese auch veröffentlicht werden oder lediglich an UN PRI übermittelt werden. Fiona Reynolds, CEO von UN PRI, kommentierte diese Ankündigung wie folgt: „Es wird immer wichtiger für Investoren, neu auftretende Megarisiken wie den Klimawandel in ihre Zukunftsperspektive zu integrieren. TCFD bietet den besten verfügbaren Rahmen, um klimabedingte Risiken und Chancen systematisch in die Anlagestrategie einzubeziehen.“

Auch die Rating-Agentur MSCI warnt vor Klimarisiken, welche bei einem Scheitern der Klimabemühungen nicht ausreichend eingepreist seien. Dies gelte insbesondere für illiquide Investments im Immobilienbereich. „Im Jahr 2018 sind eine Reihe von Berichten erschienen, in welchen die Zeitrahmen des Klimawandels, die wir betrachten, viel näher liegen, als die Leute gedacht haben“, sagte Linda-Eling Lee, Global Head of ESG Research bei MSCI. Die Rating-Agentur stellt ferner fest, dass sich Investoren zunehmend dieser Problematik öffnen und versuchen, ihre Investitionen darauf einzustellen.

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