Administration
9. November 2018

Universal investiert in Internationalisierung, Mitarbeiter und Technologien

Neuer Standort in Krakau. „Massive“ Unterstützung von Montagu.

Über 400 Milliarden Euro an Assets under Administration, über ein Fünftel aller Nettomittelzuflüsse der vergangenen zehn Jahre in der BVI-Statistik – und nun noch 50 Jahre alt geworden: Universal-Investment befindet sich in Jubiläumsstimmung: „Wir sind stolz auf das Erreichte“, so Bernd Vorbeck, CEO der Universal-Investment auf einer Presseveranstaltung. „Unser Angebot ist in Deutschland einmalig, es umfasst alle Asset-Klassen, Fondsvehikel, das Insourcing und natürlich die Master-Service-KVG.“ 1970 wurde der erste Private-Label-Fonds aufgelegt, 1992 startete der erste Masterfonds mit einem Investor, der heute noch Kunde ist. Zum Ziel hat sich der Administrator gesetzt, in fünf Jahren mehr als 500 Milliarden Euro Assets under Administration zu verzeichnen und die größte Fondsservice-Plattform für alle Asset-Klassen in Europa zu werden. Ein größer werdender Teil dieser Assets zählt zu den Alternatives.

Um die gesteckten Ziele zu erreichen, investiert die Investmentgesellschaft nach eigenen Angaben verstärkt in die Internationalisierung, Mitarbeiter und Technologien. So sollen am neuen Standort in Krakau mittelfristig 150 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen, um weitere Fachkräfte zu gewinnen. Ebenso fließt ein signifikanter Teil der Kapitalaufwendungen in IT und neue Technologien. Derzeit wird ein „Emerging-Tech-Team“ aufgebaut, das technologische Innovationen prüft und bei Bedarf implementiert. Mit der Roboter-unterstützten Prozessautomatisierung sei bereits eine erste Neuerung in die Praxis umgesetzt worden. Ziel sei es, mit den Investitionen die Digitalisierung der Fondsbranche weiter voranzutreiben.

Bei der Digitalisierung wird Universal-Investment laut Bernd Vorbeck „massiv“ von Montagu unterstützt. „Montagu gibt uns die Mittel, damit wir strategisch in unsere Weiterentwicklung investieren können. Unser IT-Budget liegt im zweistelligen Millionen-Bereich und wir haben es zuletzt um 15 Prozent erhöht“, so Vorbeck. Zudem bestehe Einigkeit über die strategische Ausrichtung. Dem Private-Equity-Haus Montagu gehört seit Anfang 2017 Universal-Investment. Vorbeck ist sich bewusst, dass es sich dabei um eine „Ehe auf Zeit“ handelt. „Wir hatten auch zuvor mit den Privatbanken letztlich Finanzinvestoren als Gesellschafter und machen uns da sicherlich weniger Gedanken als viele Mitbewerber, die mit ihren Bank- oder Versicherungs-Eignern um Investitionen ringen.“

Trotz der Digitalisierungsanstrengungen schaffe man entgegen dem Branchentrend dank des starken Wachstums netto Arbeitsplätze. Zuletzt belief sich die Zahl der Neueinstellungen pro Jahr auf 50 bis 60. Der Nutzen der Digitalisierung liege nicht zuletzt im Risikomanagement. Zu Gute kommen sollen die Daten aber nur den Kunden. Anders als manche Custodians verfolge man mit dem Datenmanagement keinen kommerziellen Ansatz. CFO Frank Eggloff: „Es ist eine Unsitte unserer Zeit, Dinge verkaufen zu wollen, die einem nicht gehören.“

 

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