Immobilien
15. Juli 2019

ZIA fordert „handfeste Maßnahmen“ für mehr bezahlbaren Wohnraum

Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts sinkt die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser um 4,1 Prozent. Verband fordert Abbau von Bürokratie.

Laut Statistischem Bundesamt wurde von Januar bis Mai 2019 in Deutschland der Bau von insgesamt 136 300 Wohnungen genehmigt. Dies seien 2,4 Prozent weniger Baugenehmigungen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der genehmigten Mehrfamilienhäuser sei sogar um 4,1 Prozent gesunken.

Der Spitzenverband der Immobilienwirtschaft ZIA, Zentraler Immobilien Ausschuss, kommentiert diese Entwicklung wiefolgt: „Die neuesten Zahlen aus dem Statistischen Bundesamt zeigen einmal mehr: Wir brauchen endlich handfeste Maßnahmen zur Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum“, sagte Klaus-Peter Hesse, Sprecher der Geschäftsführung beim ZIA in einer Pressemitteilung. „Bürokratische Stolpersteine müssen abgebaut und die Digitalisierung in den Bauämtern vorangetrieben werden. Insbesondere für Kommunen würde mit der Digitalisierung eine deutliche Entlastung einhergehen – in Zeiten des Fachkräftemangels ein ganz entscheidender Faktor. Die wertvollen Ansätze aus der Baulandkommission müssen jetzt auch konsequent umgesetzt werden, um das Planen und Bauen zu beschleunigen und Bauland zu mobilisieren“, so Hesse. Weitere Regulierungsideen stünden dem gemeinsamen Ziel im Weg. „Sämtliche Prozesse rund um die Grundstücksvergabe, die Baulandausweisung und die Baugenehmigungs- und Planungsverfahren müssen vereinfacht werden. Dann sehen wir hoffentlich auch bald positivere Zahlen aus dem Statistischen Bundesamt“, sagte Hesse.

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