Traditionelle Anlagen
21. April 2026

691 Prozent mit Aktien

Über sieben Prozent p.a. mit globalen Aktienfonds. Zehn Jahre globale Aktien war beste, fünf Jahre Euro-Langläufer schlechteste Investmentidee.

Was würden Sie Ihrem zehn Jahre jüngeren Ich raten? Auf keinen Fall in Immobilienfonds zu investieren! Wie nämlich die Wertentwicklungsstatistik des BVI zum Stichtag 31. März 2026 zeigt, hätte eine Einmalanlage in Immobilienfonds über eine Dekade jährlich nur mit 1,8 Prozent performt. Dagegen hätten in diesem Zeitraum globale Aktienfonds per annum um 7,9 und europäische Aktien um 6,5 Prozent zugelegt.

Über 30 Jahre beträgt der jährliche Zuwachs für globale Aktienfonds 7,1 und für europäische Aktienfonds 5,6 Prozent. Kumuliert stehen für die globale Variante 690,8 Prozent zu Buche, bei europäischen Titeln 410,8 Prozent. Für Immobilienfonds sind es nach drei Dekaden immerhin 3,2 Prozent per annum. Fairerweise sollte ergänzt werden, dass Immobilienfonds eine Volatilität von 1,2, globale Aktien dagegen von 12,5 aufweisen.

Interessant an der Statistik ist insbesondere, dass globale Aktien über fast jeden abgebildeten Zeitraum besser als europäische, deutsche und Schwellenländer-Aktien abschnitten. Die Ausnahmen: Über ein Jahr und drei Jahre legten EM-Aktien mit 20,2 beziehungsweise 12,5 Prozent eine deutliche Outperformance hin. Über 25 Jahre lagen deutsche Anteilsscheine mit zehn Basispunkten knapp vor globalen Titeln. Über 20, 25 und 30 Jahre war mit deutschen Titeln auch mehr als mit europäischen Titeln zu verdienen. US-Aktien weist der BVI nicht aus.

Zudem fällt bei den Mischfonds auf, dass die aktienbetonte Variante bei der Rendite fast ausnahmslos besser als rentenbetonte Angebote abschneiden. Zudem liegt die Rendite unter der von Aktienfonds.

Lange Gesichter bei Langläufern

Die schlechteste Idee war im Nachhinein, über fünf Jahre in Rentenfonds Euro, Langläufer“ zu investieren. Hier gingen pro Jahr drei Prozent verloren. Über zehn Jahre ist noch ein jährliches Minus von 0,7 Prozent zu verbuchen.

Die Berechnung der Wertentwicklungsstatistik folgt der für Publikumsfonds üblichen zeitgewichteten Methode. Die BVI-Methode verwendet veröffentlichte Investmentfondspreise und berücksichtigt damit alle fondsinternen Kosten, so der Fondsverband. Für die Berechnungen werde der Anteilwert des Investmentfonds zugrunde gelegt, also der Fondspreis ohne Ausgabeaufschlag.

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