Anbieter
16. Januar 2026

Das sind die Köpfe hinter der Denkfabrik Finance for Transition

In Berlin entsteht mit „Finance for Transition“ ein neuer Thinktank. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Finanz- und Wirtschaftstransformation.

Der Nachhaltigkeitsspezialist Tommy Piemonte arbeitet seit Jahresbeginn als Fachlicher Leiter der Denkfabrik Finance for Transition (F4T). Sie ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stiftung Mercator und befindet sich nach ihrer Gründung im Dezember 2025 derzeit im Aufbau.

F4T positioniert sich als Denkfabrik für die Finanz- und Wirtschaftstransformation und hat ihren Sitz in Berlin. Sie stehe für die Überzeugung, „dass Finanzmärkte, Kapitalströme und eine effektive Rahmensetzung entscheidende Treiber der Transformation sein können“, heißt es in der ersten Pressemitteilung der Denkschmiede. Sie solle zeigen, „wie sich privates Kapital gezielt für die Modernisierung und Dekarbonisierung der Wirtschaft mobilisieren lässt“.

Silke Stremlau ist Geschäftsführerin von Finance for Transition

Die Leitung von F4T übernimmt Silke Stremlau. Sie war in der vergangenen Legislaturperiode Vorsitzende des Sustainable-Finance-Beirates der Bundesregierung. Zudem hat sie die Pensionskasse Hannoversche Kassen geleitet, war Generalbevollmächtigte bei der Bank im Bistum Essen und Gesellschafterin der Imug Beratungsgesellschaft in Hannover. Stremlau kam 2023 zur Stiftung Mercator.

Auch Piemonte hat einen Teil seiner bisherigen beruflichen Laufbahn bei der Imug Beratungsgesellschaft verbracht. Zuletzt arbeitete er für die Pax-Bank für Kirche und Caritas eG.

Das Finanzhaus entstand voriges Jahr aus der Fusion der 1972 gegründeten Bank für Kirche und Caritas (BKC) in Paderborn und der seit 1917 bestehenden Pax-Bank in Köln. Piemonte war über viele Jahre hinweg als Head of Sustainable Investment Research für die BKC tätig.

F4T will wissenschaftliche Expertise und praktische Umsetzung verbinden

Die Denkfabrik macht in der Mitteilung deutlich, dass geopolitische Konflikte, Extremwetter und technische Disruptionen die Wirtschaft unter Druck setzten. „Das erfordert eine tiefgreifende Modernisierung der Unternehmen – die aber häufig an fehlenden Investitionsanreizen und unzureichender Verzahnung von Politik, Wirtschaft und Finanzmärkten scheitert.“ Hier will Finance for Transition ansetzen, indem es wissenschaftliche Expertise und praktische Umsetzung miteinander verbinde.

Dr. Lars Grotewold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stiftung Mercator, gibt zu bedenken, dass insbesondere der Zugang zu Kapital trotz vieler etablierter Instrumente ein Engpass sei, wenn es um die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit durch nachhaltige Geschäftsmodelle gehe. In diesem Zusammenhang bezieht sich Grotewold insbesondere auf den Mittelstand. In dem Engpass sieht er ein zentrales wirtschaftspolitisches Problem, zu dessen Lösung F4T beitragen werde.

Der neue „Think-and-Do-Tank“ werde daher systematisch erfassen, welche strukturellen Hemmnisse die Mobilisierung privaten Kapitals auf Seiten von Unternehmen und Investoren behindern. Die Stiftung Mercator stellt dazu in der ersten Förderphase 7,1 Millionen Euro über fünf Jahre bereit. „Um diese Hürden aus dem Weg zu räumen, verbinden wir Finanzmarkt, Unternehmen, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft“, erklärt Geschäftsführerin Stremlau und kündigt an: „Wir werden zwischen den Welten übersetzen und Brücken bauen.“

Autoren:

Schlagworte: | |

In Verbindung stehende Artikel:

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert