Immobilien
6. März 2026

Wohninvestments bieten fast zweistelligen IRR

Steigende Mieten und stabile Preise in deutschen Städten. Developments sind deutlich renditeträchtiger.

Ertragssicherheit, steigende Mieten und auch die Renditen sprechen für Wohninvestments. Diese Erkenntnis lässt sich einer aktuellen Rendite-Risiko-Ranking-Analyse des Immobilienberaters Lübke Kelber entnehmen. Gerankt hat Lübke Kelber 135 deutsche Städte.

„Die überdurchschnittliche Planbarkeit von Cashflows und die strukturell hohe Mietnachfrage machen den deutschen Wohnimmobilienmarkt auch 2026 zu einem attraktiven Investmentziel“, sagt Marc Sahling, CEO der Lübke Kelber AG. „In einem von geopolitischer Unsicherheit und wirtschaftlicher Volatilität geprägten Umfeld stehen Income-getriebene Strategien klar im Fokus.“

Steigende Mieten, Preise auf Erholungskurs

Die Mieten entwickelten sich gemäß der Analyse weiter dynamisch: Im Bestand erhöhten sich die Angebotsmieten 2025 im Durchschnitt um 4,6 Prozent, im Neubau um 5,1 Prozent. Besonders stark fiel das Wachstum in einzelnen B- und C-Städten aus. „Der Nachfrageüberhang am Wohnungsmarkt bleibt trotz leicht steigender Genehmigungszahlen hoch. Kurz- bis mittelfristig ist nicht mit einer spürbaren Entspannung zu rechnen“, erläutert Mark Holz, Head of Strategy & Research bei Lübke Kelber. „Längerfristig hingegen stellen der schwächelnde Arbeitsmarkt und insbesondere die demographische Entwicklung Risiken dar.“

Nach der ausgeprägten Preiskorrektur infolge der Zinswende hätten sich die Märkte 2024 zunehmend stabilisiert. 2025 sei von einer leichten Erholung der Kaufpreise geprägt. Im Schnitt stiegen die Kapitalwerte für Mehrfamilienhäuser um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zugleich seien die Ankaufsmultiplikatoren 2025 erstmals wieder moderat gestiegen. Für Bestandsimmobilien liegen sie im Durchschnitt aller 135 Märkte bei dem 15,7-Fachen der Jahresnettokaltmiete in mittleren und beim 18,6-Fachen in guten Lagen. Für Neubauten liegen sie mit 19,3, beziehungsweise 21,2 höher. Hierbei gebe es deutliche Unterschiede auf Marktebene – so blieben die A-Märkte teurer als die Märkte der zweiten und dritten Reihe.

Im Bestand ermittelte Lübke Kelber bei einem Haltezeitraum von zehn Jahren in guten Lagen EK-Renditen von 5,6 bis 9,8 Prozent. In mittleren Lagen liegt der IRR mit 5,9 bis 10,5 Prozent leicht höher. Bei neugebauten Wohnungen liegen die EK-Renditen in guten Lagen bei 5,3 bis 8,3 Prozent und in mittleren Lagen bei 5,9 bis zehn Prozent.

Hanse-Merkur nimmt Entwicklungsrisiken

Deutlich höhere Renditen winken bei Entwicklungen: Wie eine Pressemitteilung von ABG Real Estate informiert, plane man gemeinsam mit der Hanse-Merkur Grundvermögen einen neuen Wohnentwicklungsfonds. Mit Wohnprojektentwicklungen und Redevelopments will man insbesondere Versicherungen und Pensionskassen ansprechen. Für den Fonds wird eine IRR-Rendite im unteren zweistelligen Prozentbereich per annum angestrebt.

Die geplante Fondsstruktur sieht ein Eigenkapitalvolumen von 200 bis 250 Millionen Euro vor. Hanse-Merkur und ABG Real Estate Group beabsichtigen, sich mit einem signifikanten Co-Investment von mindestens 20 Prozent des Eigenkapitals zu beteiligen. Regional richtet sich der Investitionsfokus auf die zehn führenden Metropolregionen Deutschlands sowie auf wirtschaftlich und demografisch stabile Universitäts- und Wissenschaftsstädte.

Malte Andes, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Hanse-Merkur Grundvermögen, sagt: „In Deutschland herrscht weiterhin Wohnraummangel. Mit dem neuen Wohnentwicklungsfonds bündeln wir unsere Kapitalstärke und unser Immobilien-Know-how mit der ausgewiesenen Development-Expertise der ABG Real Estate Group.“

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