Konzern Versicherungskammer vermarktet das Southlight Tempelhof
Der Erstversicherer kommt bei der Neupositionierung des ehemaligen Karstadt-Gebäudes voran. Derweil droht der Kaufhauskette Galeria ein Rückschlag.
Der Konzern Versicherungskammer kommt bei der Neupositionierung des ehemaligen Karstadt-Warenhauses in Berlin-Tempelhof voran. Denn die Einzelhandelsimmobilie, die in den 1980-er Jahren in Anlehnung an das seit 1913 am Standort befindliche Kaufhaus und Gebäudeensemble neu errichtet worden war, wird nun als „Southlight Tempelhof“ vermarktet und spricht zahlungskräftige Mieter an.
Nachdem der Lebensmittel-Einzelhändler Lidl als Hauptmieter das Erd- und Untergeschoss angemietet hat, vermeldet Deutschlands größter öffentlicher Erstversicherer als Eigentümer nun einen weiteren Mieter: Woolworth werde im ersten Obergeschoss einziehen. Mit der Übernahme der rund 2.600 Quadratmeter großen Verkaufsfläche werde die Handelskette einen ihrer größten Stores in Europa eröffnen.
Licht am Ende des Tunnels?
Die Eröffnung ist derzeit für den 30. April 2026 geplant. Damit sind insgesamt rund 9.000 Quadratmeter Mietfläche im ehemaligen Kaufhaus neu vermietet. Weitere Vermietungen in den Obergeschossen seien aktuell in Verhandlung.
Der Konzern Versicherungskammer hatte gemeinsam mit dem Asset Manager Values Real Estate die Neupositionierung des ehemaligen Karstadt-Gebäudes übernommen. Derzeit werde das Objekt umfassend revitalisiert, heißt es.
„Mit Woolworth als modernes Kaufhaus in der Tradition des Warenhauses und Lidl als einen der führenden Lebensmittel-Einzelhändler Europas gewinnen wir zwei starke Ankermieter, die den attraktiven Standort neu beleben und eine Nachfragelücke vor Ort schließen“, sagt Milos Rachwalik, Abteilungsleiter Assetmanagement Immobilien der Versicherungskammer Real Estate GmbH. Das Erfolgsrezept des Eigentümers muss man sich so vorstellen: „Wir generieren eine hohe Kundenfrequenz, deren Basis wir durch einen spannenden Nutzungsmix erweitern“, wie Rachwalik erläutert.
Kaufhauskette Galeria kommt nicht zur Ruhe
Unterdessen drohen der Warenhauskette Galeria neue Filialschließungen. Die Mietverträge von acht der 83 Standorte sollen laut Medienberichten neu verhandelt werden. Die Gespräche sind nach Angaben des Unternehmens bereits angelaufen. „Sollte es nicht gelingen, eine für beide Seiten tragfähige Lösung zu erreichen, die allen Parteien eine langfristige Zukunft eröffnet, besteht auch die Möglichkeit von Schließungen“, zitiert das Handelsblatt aus einer Mitteilung von Galeria.
Betroffen sind unter anderem die Berliner Filialen am Kurfürstendamm (früher eine Filiale von Galeria-Karstadt-Kaufhof) und am Hermannplatz, ein ehemaliges Karstadt-Objekt. Die Mietverträge laufen nach Angaben des Warenhausbetreibers mittelfristig aus.
Autoren: Tobias BürgerSchlagworte: Einzelhandelsimmobilien / Retail
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