Immobilien
30. März 2026

Nun trifft es auch einen Gewerbeimmobilienfonds

Die UBS stoppt die Ausgabe und Rücknahme von Anteilen des Publikumsfonds UBS (D) Euroinvest Immobilien. Zuvor waren bereits dessen Performance und Ausschüttungen eingebrochen.

Er wurde als Core-Produkt konzipiert und vermarket. Doch nun ist der offene Immobilienfonds UBS (D) Euroinvest Immobilien, der schwerpunktmäßig in Bürogebäude investiert, in Schieflage geraten: Die UBS Real Estate GmbH in München hat mit Wirkung ab dem 25. März 2026 die Rücknahme und Ausgabe von Anteilen des Immobilien-Sondervermögens ausgesetzt.

Hintergrund dieser Maßnahme ist laut der Fondsgesellschaft, „dass die liquiden Mittel des Immobilien-Sondervermögens nicht ausreichen, um den Rücknahmepreis für die zur Rückgabe vorgelegten Anteile zu zahlen und die ordnungsgemäße laufende Bewirtschaftung des Immobilien-Sondervermögens sicherzustellen“, wie es in der Mitteilung heißt.

Betroffen sind die folgenden Anteilsklassen:

  • UBS (D) Euroinvest Immobilien I-dist (WKN / ISIN: 977261 / DE0009772616)
  • UBS (D) Euroinvest Immobilien Q-dist (WKN / ISIN: A111Z1 / DE000A111Z11)
  • UBS (D) Euroinvest Immobilien P-dist (WKN / ISIN: A111Z2 / DE000A111Z29)

Die Manager des Publikumsfonds investieren laut UBS in „Qualitätsimmobilien verschiedener Nutzungsarten an wachstumsstarken europäischen Standorten“. Der Bestand umfasste am 30. September 2025 14 Objekte mit einem Verkehrswert von 533 Millionen Euro und einer vermietbaren Fläche von 185.474 Quadratmetern. Allerdings ist die Leerstandsquote mit zuletzt 22 Prozent beträchtlich.

Anhaltender Kurseinbruch

In den vergangenen drei Jahren war die Performance des Fonds, gemessen an seiner Börsennotierung, schwach. Verlief der Kurs ab 2023 zunächst seitwärts, setzte Anfang letzten Jahres ein anhaltender Rückgang ein.

Allein in den vergangenen zwölf Monaten sank der Kurs der institutionellen Anteilsklasse UBS (D) Euroinvest Immobilien I-dist um 9,3 Prozent. Auf Sicht von zehn Jahren ergibt sich hingegen ein positives Bild angesichts einer Performance von 25 Prozent.

Rückläufige Ausschüttungen

Rückläufig war in jüngster Zeit auch die Höhe der Ausschüttung. Erhielten Anleger 2022 und 2023 für das vorangegangene Geschäftsjahr noch 22 beziehungsweise 23 Cent je Anteil brutto, waren es 2024 nur noch zehn Cent, im Vorjahr lag die Ausschüttung dann bei winzigen drei Cent je Anteil.

Die drei betroffenen Anteilsklassen unterscheiden sich im Detail. Während die institutionelle Tranche eine Mindestanlagesumme von 500.000 Euro vorsieht, gibt es eine solche Begrenzung bei den anderen beiden Anteilsklassen nicht.

Mit dem Stopp von Rücknahme und Ausgabe von Anteilen beim UBS (D) Euroinvest Immobilien setzt sich eine negative Entwicklung der vergangenen Monate fort. Denn im ersten Quartal 2026 waren bereits zwei offene Fonds für Wohnimmobilien durch den Stopp von Anteilsrückgaben negativ aufgefallen.

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