Pension Funds greifen nach deutscher Logistik

Investments in deutsche Logistikimmobilien stehen bei institutionellen Investoren aus dem Ausland hoch im Kurs. Das Bild zeigt die Logistikimmobilie im Umland von Düsseldorf, die M7 Real Estate nun erworben hat. Bild: M7 Real Estate.
Wenn zwei Großanleger ihre Schlagkraft bündeln, lässt das aufhorchen: M7 Real Estate will sein Logistik-Portfolio nach dem jüngsten Investment weiter aufstocken.
Investments in deutsche Logistikimmobilien stehen bei institutionellen Investoren aus dem Ausland hoch im Kurs. Deutlich wird das nun einmal mehr an einer Transaktion, bei der der europäische Investor und Asset Manager namens M7 Real Estate die Fäden zieht: Das 2009 gegründete Unternehmen gehört der Oxford Properties Group und dem australischen Pensionsfonds Australian-Super.
Die Oxford Properties Group ist der Immobilienzweig von Omers, einem der größten Pensionsfonds Kanadas. M7 Real Estate ist spezialisiert auf Mehrfamilienhäuser und Logistikimmobilien; das Portfolio umfasst rund 415 Objekte mit einem Kapitalwert von circa 5,6 Milliarden Euro.
Nun hat M7, wie es heißt, an strategisch wichtigen Lagen in Düsseldorf und Kassel zwei weitere Gebäude gekauft. Die Objekte (eines davon ist im Bild zu sehen) sind jeweils zu 100 Prozent an Einzelnutzer vermietet und umfassen eine Fläche von 30.800 Quadratmetern. Beide Standorte verfügen den Angaben zufolge über eine „starke Anbindung“, die eine konstant hohe Mieternachfrage unterstützten.
Ein Portfolio auf Wachstumskurs
Den Ankauf tätige M7 Real Estate im Auftrag der European Supply Chain Income Partnership („ESCIP“). Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen, das von Australian-Super und Oxford Properties unterstützt werde. Die Strategie der Investmentpartnerschaft besteht darin, ein Portfolio in den wichtigsten Logistikmärkten Europas auf- und weiter auszubauen.
Richard Fletcher, eine Führungskraft bei M7 Real Estate, macht in seinem Kommentar Angaben zum Kaufpreis: „Mit dieser Transaktion haben wir unsere ESCIP-Plattform weiter gestärkt, indem wir 37,5 Millionen Euro in hochwertige Logistikimmobilien in starken Lagen in Deutschland investiert haben, in denen die Nachfrage nach gut spezifizierten Flächen weiterhin das Angebot übersteigt.“
Das Unternehmen suche auch weiterhin nach Möglichkeiten, Kapital in gut gelegene Logistikimmobilien in wichtigen Last-Mile-Märkten Europas wie dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Spanien zu investieren, so Fletcher. Es gehe darum, die ESCIP-Plattform weiter auszubauen.
Großer Zukauf im Jahr 2025
Zuvor hatte M7 Real Estate im Dezember 2025 einen gewichtigen Deal verkündet. Dabei ging es um die Übernahme eines Portfolios von 31 innerstädtischen und mittelgroßen Logistikimmobilien in sogenannten Metropolregionen Frankreichs und Großbritanniens. Der Kauf erfolgte auch hier über die European Supply Chain Investment Partnership. Das Gemeinschaftsunternehmen besitzt und verwaltet mittlerweile circa 118 europäische Logistikimmobilien. M7 ist außerdem Joint Ventures mit weiteren Marktteilnehmern eingegangen, darunter PGIM und Centerbridge Partners.
Zu den deutschen Investoren, die ihren Kapitalanlagen Infrastruktur beimischen, gehört die Rentenzuschusskasse der N-Ergie AG in Nürnberg. Nachzulesen im Interview (2025) mit dem damaligen Vorstandsmitglied der Pensionskasse, Reiner Stöhr.
Autoren: Tobias BürgerSchlagworte: Logistikimmobilien
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