Immobilien
27. April 2026

Immobilien-AIFs: Luxemburg verzeichnet erhebliche Nettomittelabflüsse

Europäische Immobilienfonds konnten 2025 insgesamt ein leichtes Wachstum verzeichnen. Einzelne Standorte verbuchten erhebliche Mittelabflüsse.

Das Nettofondsvermögen regulierter europäischer Immobilienfonds (AIFs) lag zum Jahresende 2025 bei insgesamt 1.048,9 Milliarden Euro – ein Plus von 1,4 Prozent oder 14 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Dies geht aus den aktuellen Zahlen der European Fund and Asset Management Association hervor, über die die Service-KVG Intreal nun berichtet hat.

Demnach setzte sich auch das Wachstum bei der Anzahl der Fonds im vergangenen Jahr fort. So stieg die Zahl der europäischen Immobilien-AIFs von 4.032 Ende 2024 um 226 Fonds auf 4.258 zum Jahresende 2025.

„Europäische Immobilienfonds konnten auch im vergangenen Jahr ein leichtes Wachstum verzeichnen, allerdings deutlich verhaltener als in den Vorjahren“, stellt Ilva Diaco, Conducting Officer Portfolio Management, Marketing & Distribution bei Intreal Luxembourg fest. Ihrer Einschätzung nach sind die aktuellen Zahlen ein erstes Signal für eine Bodenbildung und eine schrittweise Stabilisierung des Marktes. „Wir sehen derzeit eine selektive Erholung – von einer breiten Entspannung kann jedoch noch keine Rede sein“, so Diaco.

„Das erste Quartal 2026 war zudem von zunehmender Nervosität geprägt, insbesondere aufgrund geopolitischer Spannungen, konjunktureller Unsicherheiten und anhaltender Inflationssorgen.“ Vor diesem Hintergrund rückten die Qualität der Assets und die Finanzierungssicherheit weiter in den Fokus der Investoren, fährt Diaco fort.

Verkaufsdruck in Luxemburg

Eine tiefergehende Analyse der Kapitalflüsse verdeutlicht laut Intreal „die weiterhin herausfordernden Rahmenbedingungen“. Insgesamt verzeichneten europäische Immobilien-AIFs im vergangenen Jahr Nettomittelabflüsse in Höhe von rund 11,17 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Mittelabflussquote von rund 1,08 Prozent des Vorjahresvermögens.

Luxemburg verzeichnete mit einer Mittelabflussquote von 6,8 Prozent (minus 9,26 Milliarden Euro) überdurchschnittliche Rückgänge, während Deutschland mit 1,13 Prozent (minus 3,24 Milliarden Euro) in etwa im europäischen Durchschnitt gelegen habe.

Demgegenüber standen laut Intreal positive Kapitalbewegungen in einzelnen Märkten: So erzielten Immobilienfonds in Griechenland Nettomittelzuflüsse in Höhe von 7,3 Prozent des Vorjahresvermögens (plus 535 Millionen Euro) und in der Schweiz von 4,5 Prozent (plus 2,37 Milliarden Euro).

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