Pensionskassen
2. Juni 2026

Pensionskasse beteiligt sich an Geothermie-Firma

Die Pensionskasse der Genossenschaftsorganisation hat sich an einem Geothermie-Unternehmen beteiligt. Mit dem Investment wollen die Münchner ihr Portfolio für Erneuerbare Energien breiter aufstellen.

Die in München ansässige Pensionskasse der Genossenschaftsorganisation (PK-Geno) hat sich nach eigenen Angaben am Geothermie-Unternehmen Nullcozwei (Eigenschreibweise: NULLCOZWEI) beteiligt. Sitz der im Jahr 2020 gegründeten GmbH ist Berlin.

In einem von der Pensionskasse lancierten Interview äußert sich der Vorstandsvorsitzende der Pensionskasse, Karsten Heinrich Weber, nun über die Gründe des Investments. Demnach sind Investitionen, die einen gesellschaftlichen Mehrwert generieren, für den Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit „extrem interessant. Wir haben beispielsweise in Immobilien investiert, die eine Demenzklink, ein Arbeitsamt, eine Feuerwehrschule oder eine Polizeistation beherbergen.“ Nullcozwei passe somit hervorragend in das Profil, ist der Vorstandsvorsitzende überzeugt.

Unter Geothermie versteht man laut dem Versorger EnBW die Nutzung der Erdwärme zur Gewinnung von Strom, Wärme und Kälteenergie. Diese Energie stammt aus dem Zerfall radioaktiver Elemente sowie aus der Restwärme, die bei der Entstehung der Erde entstanden ist. Man unterscheidet die oberflächennahe Geothermie bis zu 400 Metern Tiefe und die Tiefengeothermie.

Vorstandschef Weber begrüßt die „spannende Diversifikation“

Nullcozwei vereint nach eigenen Angaben als Projektentwickler, Finanzpartner und Betreiber von Spezialimmobilien sowie Infrastruktur- und Energieprojekten technische und wirtschaftliche Expertise für CO₂-freie Lösungen. Vor diesem Hintergrund kommentiert Kassenchef Weber: „Geothermie ist für uns eine spannende Diversifikation neben Photovoltaik und Wind.“

Die PK-Geno bezeichnet sich als Ansprechpartner für bAV im Genossenschaftsverbund und ihm nahestehende Einrichtungen. Laut ihrem Vorstandschef ist sie ein erfahrener Kapitalgeber und Netzwerker. Zum Immobilienportfolio der Pensionskasse mit einer Bilanzsumme von rund 643 Millionen Euro (Stand: 2025) gehören auch Wohn- und Gewerbeimmobilien.

Pensionskasse vermietet Polizeigebäude

Früheren Angaben zufolge ist die Pensionskasse der Genossenschaftsorganisation Ankerinvestor des Polizeipräsidiums Alsfeld, mit dessen Bau im vergangenen Jahr begonnen worden war. Die Immobilien befindet sich auf einem rund 9.800 Quadratmeter großen Grundstück und werde 2026 bezugsfertig sein.

Die Mietfläche von 5.500 Quadratmetern sei vollständig an das Land Hessen für 25 Jahre vermietet. Und es gebe eine Verlängerungsoption. Weber kommentierte im März 2025: „Der Neubau des Polizeipräsidiums in Alsfeld passt hervorragend zu unserem Anlagemix. Für unsere Mitglieder investieren wir in wertbeständige Objekte mit verlässlichem Cashflow“. Bei diesem Objekt komme hinzu, dass es ein Investment in die Sicherheit Deutschlands sei, so Weber.

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