Riesiges Immobilienprojekt der BVK kurz vor der Fertigstellung
Neun Jahre nach dem Kauf des Olympia London Exhibition Centre musste die BVK Geld in das Mammutprojekt nachschießen. Das soll die Fertigstellung in einem herausfordernden Markt sichern.
Die Probleme der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) mit ihren Immobilieninvestments ziehen sich in die Länge. Standen bislang die Wertverluste mit US-Liegenschaften, Compliance-Verstöße und Personalabgänge im Fokus, richtet sich das Augenmerk nun auf das historische Olympia-Ausstellungsgelände im Londoner Stadtteil Kensington/Hammersmith. Dieses hatte die BVK im Jahr 2017 gemeinsam mit Co-Investoren erworben.
Der Gebäudekomplex befindet sich nach aktuellen Angaben der BVK „derzeit in der Endphase der Fertigstellung“. In einem Fragen-und-Antwort-Katalog auf ihrer Homepage macht die Versorgungskammer deutlich, dass die Marktbedingungen herausfordernd seien. Medienberichte, denen zufolge sie bei dem Investment hohe Verluste erlitten habe, seien nicht zutreffend.
Das Projekt Olympia London Exhibition Centre
Um die Fertigstellung der Liegenschaft zu sichern, „erfolgten nach sorgfältiger Prüfung noch einzelne Kapitalzusagen von der Bayerischen Versorgungskammer gemeinsam mit einem anderen beteiligten institutionellen Investor“, heißt es in Unterpunkt 13 des Katalogs. „Solche Investitionen sind in der Immobilienwirtschaft gängige Praxis, da sie die Attraktivität des Objekts erhöhen, stabile Mieteinnahmen sichern und den Wert der Immobilie nachhaltig steigern“, argumentiert die mit Kapitalanlagen im Marktwert von 122 Milliarden Euro operierende größte öffentlich-rechtliche Versorgungsgruppe Deutschlands.
Außerdem verweist die BVK auf die Refinanzierung des Entwicklungsprojekts. Diese sei im März 2026 erfolgreich abgeschlossen worden. „Das unterstreicht das Vertrauen der Kreditgeber unter Leitung der Deutschen Bank und sichert die Fertigstellung des Projekts. Die Bayerische Versorgungskammer sieht einem langfristigen Erfolg des Projektes zuversichtlich entgegen.“
Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am 31. März 2026 berichtet, dass zwei namhafte deutsche Investoren „bei einem der größten Immobilien-Entwicklungsprojekte Londons“ umgerechnet rund 575 Millionen Euro nachgeschossen hätten. Damit würden sie die Vollendung der Umgestaltung des historischen Olympia-Ausstellungsgeländes sichern.
Neun Jahre sind seit dem Investment vergangen
Seit dem Investment in das Projekt Olympia London Exhibition Centre sind inzwischen neun Jahre vergangen. Ein Konsortium aus großen Immobilieninvestoren Deutschlands, darunter die Bayerische Versorgungskammer und die Versicherungskammer Bayern, hat am 7. April 2017 auf dem britischen Immobilienmarkt zugeschlagen. Für einen Gesamtpreis von 330 Millionen Euro wurde das Olympia London Exhibition Centre von der börsennotierten Immobiliengesellschaft Capital & Counties Properties erworben, wie die Deutsche Finance International mitteilte. Ziel sei es, beim Investment „Olympia London“ das langfristige Ertragspotenzial für die Investoren zu heben, wie es damals in der Pressemitteilung geheißen hatte.
Autoren: Tobias BürgerSchlagworte: BVK | Gewerbeimmobilien
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