Versicherungen
14. Juli 2026

Versicherungskammer und VGH geben Geld für neuen Infrastrukturfonds

Die Manager des Regionergy getauften Fonds investieren in Wind- und Solarparks sowie weitere Energieinfrastruktur. Auch andere institutionelle Anleger sollen die Möglichkeit einer Beteiligung erhalten.

Die Versicherungskammer und die VGH-Versicherungen beteiligen sich an einem neuen Infrastrukturfonds der LHI-Gruppe und treten dort als Lead-Investoren auf. Im Mittelpunkt des Fondskonstrukts mit dem Namen Regionergy steht die Energiewende in Deutschland.

Über Partnerschaften mit Stadtwerken und regionalen Partnern sind Investitionen in Wind- und Solarparks, Netze, Speicherlösungen sowie weitere nachhaltige Energieinfrastrukturen geplant. Der Fonds stelle Eigenkapital bereit und stärke die regionale Transformation hin zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung, heißt es in einer Mitteilung.

Passgenaues Eigenkapital für aussichtsreiche Projekte

Die Pläne sehen vor, dass die Projektpartner passgenaues Eigenkapital für ihre Vorhaben erhalten. Die Rede ist von aussichtsreichen Infrastrukturprojekten. Außerdem sollen die institutionellen Investoren vom Know-how der Stadtwerke und deren regionaler Vernetzung profitieren.

Mit Blick auf die Eigenkapitalzusage verdeutlicht Andreas Kolb, Finanzvorstand im Konzern Versicherungskammer, den Investment Case so: „Als Lead-Investor im Regionergy-Fonds verbinden wir unsere langfristigen Anlageziele mit einem direkten Beitrag zur Energie- und Wärmewende in Deutschland.“ Gemeinsam mit den VGH-Versicherungen, der LHI und den beteiligten Stadtwerken entstehe eine innovative Lösung, die privates Kapital für die notwendige Transformation der Energieinfrastruktur mobilisiert, ist Kolb überzeugt.

Der Kapitalanlagevorstand der VGH, Jörg Sinner, merkt in seinem Statement an, dass die Investitionen im Regionergy-Fonds ein attraktives Rendite-Risiko-Profil böten und langfristig auf stabile Cashflows ausgerichtet seien. „Gleichzeitig unterstützen wir nachhaltige und strategisch sinnvolle Projekte, die die regionale Zukunftsfähigkeit stärken. Als öffentlicher Versicherer bringen wir unsere Netzwerke ein und schaffen Nähe und Vertrauen für langjährige Partnerschaften mit Stadtwerken“, fährt Sinner fort.

Versicherungskammer Tecta Invest tritt als Fondsberaterin auf

Mit an Bord ist auch die Versicherungskammer Tecta Invest GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Versicherungskammer. Die frühere Tecta Invest, die seit dem vergangenen Jahr unter dem neuen Namen am Markt in Erscheinung tritt, soll den Fonds beraten. Damit werde eine tragfähige Lösung geschaffen, die für Stadtwerke dringend benötigtes Eigenkapital verfügbar mache – und so die Energie- und Wärmewende vor Ort vorantreibe.

Der Fonds hat eine Laufzeit von 20 Jahren mit Verlängerungsoptionen. Die ersten Kooperationen und Investitionen werden aus dem zugesagten Kapital der Lead-Investoren finanziert. Konkrete Angaben zur Höhe der Zusagen gibt es nicht.

Weitere Geldgeber sind willkommen

Nach dem Aufbau des Portfolios sollen weitere deutsche institutionelle Anleger die Möglichkeit einer Beteiligung erhalten. Der neue Energiewendefonds namens Regionergy soll ein Eigenkapital von 250 bis 500 Millionen Euro erreichen.

Apropos Energiewendefonds: Anfang März dieses Jahres hatte die Provinzial bekanntgegeben, 150 Millionen Euro in den seit Ende 2025 existierenden Energiewende-Fonds Stadtwerke Pro zu investieren. Mehr darüber erfahren Sie in unserer Titelgeschichte „Werkstatt Stadtwerk“.

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