Kernelement der Zukunftssicherung
Vor wenigen Jahren schien die Richtung klar: Klimawandel und Nachhaltigkeit standen weit oben auf der Agenda von Politik, Wirtschaft und Kapitalmärkten. Heute prägen vor allem künstliche Intelligenz, geopolitische Konflikte und Verteidigungstechnologien die Debatte. Aber bedeutet das, dass Impact Investing keine Relevanz mehr hat? Ganz im Gegenteil.
Das Problem ist: Wirtschaftlicher Erfolg, die Bekämpfung des Klimawandels und gesellschaftliche Stabilität werden oft als getrennte Themen betrachtet, hängen aber eng zusammen. Künstliche Intelligenz funktioniert nicht ohne Energie, Industrie nicht ohne Rohstoffe, Innovation nicht ohne Talente. Werden Grundlagen unserer Existenz – Umwelt und Gesellschaft – instabil, gerät auch wirtschaftlicher Erfolg unter Druck. Langfristige Innovationschancen entstehen damit genau dort, wo Systeme ineinandergreifen und gleichzeitig Umweltschutz, die Stabilisierung der Gesellschaft und ökonomische Resilienz im Blick haben. Impact Investing ist deshalb kein Randthema, sondern ein strategischer Ansatz zur Zukunftssicherung. Hier braucht es aber ein Zusammenspiel von systemischem, langfristigem Denken (Impact), Venture Capital und Unternehmerfamilien.
Impact Investing gibt die Richtung vor, die erstrebenswerte Vision. Venture Capital bringt Kapital, Geschwindigkeit und Professionalisierung. Viele klimabezogene Innovationen erleben derzeit Finanzierungslücken, da sie längere Zyklen haben. Und hier kommen Unternehmerfamilien ins Spiel: Sie denken generationenorientiert statt in Fondslaufzeiten und bringen ein tiefes Verständnis für die Realwirtschaft mit. Dabei geht es nicht um Philanthropie, sondern um unternehmerische Antworten auf systemische Probleme.
Venture Capital, Impact Investing und Unternehmerfamilien ergänzen sich demnach hervorragend. Bei Aurum Impact, dem Impact-Investing-Vehikel der Unternehmerfamilie Goldbeck, haben wir einen klaren Fokus. Wir investieren ausschließlich in Startups und Fonds, die sich großen ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen stellen, mit Fokus auf Climate & Energy, Circularity & Materials, Natural Ecosystems und Stable & Equitable Societies. Bei allen Investments fragen wir uns: Adressiert das Produkt relevante ökologische oder gesellschaftliche Probleme? Kann es sinnvoll skalieren? Und: Welches System kreieren wir langfristig, wenn die Lösung skaliert? Für uns steht fest: Zukunftssicherung entsteht dort, wo man systemische Grundlagen und langfristige Wertschöpfung verbindet.
Miki Yokoyama, Managing Director bei Aurum Impact
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