Immobilien
31. August 2026

Huk-Coburg geht Refurbishment an

10.000 Quadratmeter in München sollen zeitgemäß aufgestellt werden. Auch andere Revitalisierungen zielen auf erweitertes Nutzungskonzept ab.

Wie Bestandsimmobilien fit für die Zukunft machen? Ein Refurbishment kann auf die CO2-Reduktion und sonstige energetische Optimierungen oder auch auf eine flexiblere Nutzung abzielen.

Vor allem letzteres plant offenbar die Huk-Coburg bei einer Gewerbeimmobilie in zentrumsnaher Lage in München. Das Vorhaben umfasst rund 10.000 Quadratmeter Mietfläche verteilt auf Gewerbe- und Büroflächen. Wie ABG Real Estate, ausführender Partner dieses Projekts, mitteilt, wird das Gebäude umfassend modernisiert, neu positioniert und für die künftige gewerbliche Nutzung zeitgemäß aufgestellt.

Wie die Immobilie eines Tages aussehen könnte, zeigt dieser Architektenentwurf.
Wie die Immobilie eines Tages aussehen könnte, zeigt dieser Architektenentwurf. Bild: Huk-Coburg.

Im Zuge der Neuausrichtung des Objekts will man neben technischen und gestalterischen Maßnahmen, beispielsweise bei der Gebäudetechnik und der Fassade, weitergehende bauliche Anpassungen prüfen und vorbereiten, um die Immobilie strukturell und funktional neu aufzustellen. Das Projekt soll unter Einhaltung höchster Nachhaltigkeitsstandards realisiert werden. Zudem sollen die Voraussetzungen für einen möglichen erweiterten Mietermix geschaffen werden. So könne es im Erdgeschoss ergänzende Nutzungen aus den Bereichen Service, Gastronomie und/oder Einzelhandel geben. Die Umsetzung des Projekts ist bis 2029 vorgesehen.

Laut Alexander Cronauer, Geschäftsführer Development der ABG Real Estate Group, könne man zunächst identifizieren, was baulich und wirtschaftlich sinnvoll und möglich ist. „Anschließend strukturieren wir die Maßnahmen in belastbare Pakete und setzen das Projekt von der Idee bis zur Abnahme transparent und verlässlich für die Huk-Coburg um.“

Mario Oppmann, Geschäftsführer der Huk-Coburg Asset Management GmbH, erklärt: „Wir freuen uns, unsere Immobilie in München für die Zukunft aufzustellen. Mit der ABG Real Estate Group haben wir einen Partner an der Seite, der in München zu Hause ist, die Anforderungen des Immobilienmarkts vor Ort kennt sowie in der Vergangenheit mehrfach bewiesen hat, dass er in der Lage ist, anspruchsvolle Projekte in hoher Qualität und nachhaltig umzusetzen.“

Kaufhof in Worms kommt weg von Mononutzung

Wie umfassend eine solche Revitalisierung ausfallen kann, zeigt ein Projekt in Worms. Dort erfuhr das ehemalige Kaufhof-Gebäude eine Erneuerung unter anderem durch den Einbau neuer Fenster. Wie das Immobilienunternehmen E+K AG beschreibt, wurde der ehemalige Kaufhof im Zuge der Revitalisierung von seiner ursprünglichen Mononutzung gelöst und bietet heute dank flexibler Grundrisse Raum für unterschiedliche Nutzungen. Ein weiterer Nutzer sei nun nach Rewe und dem Bürgerrathaus ein AOK-Kundencenter.

„So geht Stadtreparatur: Aus einem früheren Monoblock wird Schritt für Schritt ein lebendiges und vielfältig genutztes Gebäude. Das AOK-Kundenzentrum schafft eine weitere Nutzung, die Menschen in das Gebäude bringt und die Innenstadt stärkt. Dadurch eröffnet sich zudem ein neuer Weg zur stärkeren Nutzung des Gebäudes für Praxen und Gesundheitsinfrastruktur“, so Amir Hamza, Senior Manager Project Development bei E+K AG. „Die Verhandlungen über weitere Flächen laufen bereits und wir hoffen, demnächst weitere Mietabschlüsse vermelden zu können.“

In der Mitteilung betont E+K, dass man auf den weitgehenden Erhalt der bestehenden Bausubstanz Wert gelegt habe. Das rund 4.900 Quadratmeter umfassende Vordergebäude sei vollständig entkernt und revitalisiert worden. Insgesamt 78 neue Fenster verwandeln die ehemals dunklen Verkaufsflächen in helle, flexibel nutzbare Räume, so E+K. Wo möglich, seien neue Fenster in bestehende Rahmen eingesetzt worden. Zudem wurde Abbruchmaterial zum Verfüllen von Hohlräumen wiederverwendet. Dadurch, berichtet E+K, können im Vergleich zu einem vollständigen Neubau erhebliche CO₂-Einsparungen erzielt werden.

Autoren:

Schlagworte: |

In Verbindung stehende Artikel:

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert