Munich Re und weitere Anleger finanzieren Glasfaser
Fremdkapital für FTTH-Plattform von Meridiam für acht Gebiete. Amortisierender Kredit über 30 Jahre.
Die Meag, der Vermögensverwalter der Munich Re, gibt den Abschluss der Finanzierung für Meridiam Glasfaser B bekannt. Dabei handelt es sich um eine vom Infrastrukturspezialist Meridiam gesponserte Fibre-to-the-Home-(FTTH)-Plattform, die in Partnerschaft mit Vodafone in Deutschland entwickelt wird. Die Meag habe bei der Transaktion Munich Re und weitere institutionelle Investoren in ihrer Rolle als alleinige Kreditgeber beraten.
Die Finanzierung unterstützt laut Mitteilung den Bau und Betrieb von FTTH-Netzen in acht ländlichen Gebieten beziehungsweise Vororten oder Kleinstädten in Deutschland. Nach Fertigstellung werde das Projekt voraussichtlich rund 80.600 Haushalte erreichen und bisher unterversorgte Gemeinden mit gigabitfähiger digitaler Infrastruktur versorgen.
Geld für 30 Jahre
Weiter infomrmiert die Meag, dass die Transaktion als vollständig amortisierende Finanzierung mit einer Laufzeit von 30 Jahren strukturiert wurde. Finanzierungen mit derart langen Laufzeiten seien im deutschen Glasfasermarkt weiterhin vergleichsweise selten und würden die wichtige Rolle zeigen, die institutionelle Investoren bei der Unterstützung des Ausbaus essenzieller digitaler Infrastruktur spielen können.
Meridiam Glasfaser B folge einem Open-Access-Wholesale-Modell, bei dem Meridiam die passive Glasfaserinfrastruktur besitzt. Vodafone agiere im Rahmen einer langfristigen Wholesale-Vereinbarung als Ankermieter und kommerzieller Partner. Die Transaktion markiere die dritte FTTH-Finanzierung, die Meridiam und Meag Investoren gemeinsam in Deutschland abgeschlossen haben.
Isil Tanriverdi Versmissen, Head of Illiquid Assets Debt Transaction bei Meag: „Digitale Infrastruktur ist ein essenziell wichtiger Bestandteil moderner Volkswirtschaften und Gesellschaften. Indem wir den Ausbau hochwertiger Glasfasernetze unterstützen, tragen wir dazu bei, Haushalten und Unternehmen zuverlässige Gigabit-Konnektivität bereitzustellen, und ermöglichen unseren Investoren zugleich Zugang zu langfristigen und stabilen Infrastruktur-Cashflows.“
Ihr Kollege Michael Kittle, Head of Illiquid Assets Debt bei Meag, ergänzt: „Diese Transaktion zeigt die attraktiven Investitionsmöglichkeiten in digitaler Infrastruktur, wenn sie durch solide vertragliche Vereinbarungen und erfahrene Partner getragen werden. Die Kombination aus langfristiger Ertragsvisibilität, einer vollständig amortisierenden Finanzierungsstruktur und einem resilienten Betriebsmodell schafft ein überzeugendes Risiko-Rendite-Profil für unsere Investoren und unterstützt zugleich den weiteren Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in Deutschland.“
Autoren: Patrick EiseleSchlagworte: Digitalisierung | Infrastructure Debt
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