Climate Investing wird pragmatischer
Investoren stellen sich auf eine weniger planbare Energiewende ein – und rücken Klimarisiken stärker in den Mittelpunkt ihrer Anlageentscheidungen.
Der Robeco-Survey 2026 zeigt: Ein erheblicher Teil der Investoren hält das Pariser Klimaziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius zu begrenzen, inzwischen für nicht erreichbar. Zugleich rechnen die meisten nicht mit einem reibungslosen und koordinierten Übergang zu einer CO₂-ärmeren Wirtschaft.
Dennoch ziehen sich die Anleger nicht aus Klimainvestments zurück. Physische Klimarisiken werden zunehmend als finanziell relevante Faktoren betrachtet – mit möglichen Folgen für Asset-Preise, Risikobudgets und die Strategische Asset-Allokation.
Investitionsbereitschaft bleibt hoch
Damit verschiebt sich der Fokus: weg vom reinen Nachhaltigkeitsversprechen, hin zur Frage, wie Klimarisiken bewertet werden und welche Anlagechancen sich aus Energiewende, Klimaanpassung und Transition Finance ergeben. Politische Unsicherheit bleibt ein Hemmnis. Gleichzeitig wollen 60 Prozent der Befragten ihre Allokationen in Investments, die den Klimawandel aktiv adressieren, in den kommenden drei Jahren erhöhen.
Für institutionelle Anleger wird klimabezogenes Investieren damit stärker zu einer Frage von Risiko und Rendite. Entscheidend ist, Klimafolgen in langfristige Anlageentscheidungen einzubeziehen und zugleich Investitionsmöglichkeiten zu identifizieren, die von Dekarbonisierung, Anpassung und Resilienz profitieren können.
Autoren: Jens KummerSchlagworte: Klimaneutralität / Net-Zero / Netto-Null | Klimapfade
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