Investoren
12. Oktober 2026

Medienbericht: Der Nachfolger von Anja Mikus steht fest

Beim Atomfonds in Berlin weht mit Beginn des kommenden Jahres ein frischer Wind. Denn der einzige deutsche Staatsfonds bekommt einen neuen Chef.

Dr. Daniel von Borries soll beim Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung (Kenfo) die Nachfolge von Anja Mikus antreten. Das meldet das „Manager Magazin“ und beruft sich dabei auf Insider. Sowohl die beauftragte Findungskommission als auch die Ministerien und der Personalausschuss des Kuratoriums hätten sich auf den 61-Jährigen verständigt, heißt es.

Mikus, die im Frühjahr 68 Jahre alt geworden ist, steuert den Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung in Berlin seit dessen Gründung im Juni 2017 als Vorstandsvorsitzende (Chief Executive Officer, CEO) und Chief Investment Officer (CIO). Sie erhielt 2017 einen Dreijahresvertrag, der bis 2026 verlängert wurde.

Ihr angeblicher Nachfolger, von Borries, gilt als ausgewiesener Experte für Kapitalanlagen von Versicherungen. Zuletzt wirkte er von 2016 bis Juni 2026 als Chief Financial Officer von Swiss Life Deutschland.

Zuvor war der „Kapitalmarktexperte in Theorie und Praxis“, wie von Borries sich selbst bezeichnet, über mehr als eine Dekade hinweg Vorstandsmitglied der Ergo Group. Auch dort wirkte er als Finanzvorstand.

Expertise von A wie Asset Management bis Z wie Zusatzversorgungskasse

Aktuell bekleidet der Absolvent der Ludwig-Maximilians-Universität München (1997) das Amt des Aufsichtsratsvorsitzenden der Kirchliche Zusatzversorgungskasse des Verbandes der Diözesen Deutschlands in Köln, der KZVK. Von Borries‘ Erfahrungsschatz erstreckt sich vom Asset Management für Lebensversicherung, weiter über Corporate Finance, M&A, Risk Management, Controlling, Accounting, Aktuariat, Compliance bis hin zu Solvency II.

Der Staatsfonds verwaltet nach letzten Angaben ein Anlagevermögen von aktuell rund 28 Milliarden Euro. Damit ist der Kenfo die größte öffentlich-rechtliche Stiftung in Deutschland.

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