BVK-Investments: Ermittler durchsuchen Deutsche Finance
Razzia bei Deutsche Finance: Es geht um US-Immobilieninvestments der BVK mit einem Verlustpotenzial von 853 Millionen Euro.
Die Staatsanwaltschaft München I hat am 3. November Geschäftsräume der Deutschen Finance Group durchsuchen lassen. Die Behörde bestätigte die Maßnahmen gegenüber Medien, nannte zunächst aber keine weiteren Einzelheiten. Nach Angaben des Unternehmens stehen die Durchsuchungen im Zusammenhang mit dem US-Immobilienportfolio der Bayerischen Versorgungskammer (BVK). Deutsche Finance erklärte, als „Dritte“ durchsucht worden zu sein und mit den Ermittlungsbehörden zu kooperieren.
Nach Recherchen des Handelsblatts gehen die Ermittler dem Verdacht nach, dass Manager der Deutschen Finance BVK-Mitarbeiter mit Reisen und Vergünstigungen bestochen haben könnten. Eine öffentliche Bestätigung dieses konkreten Verdachts durch die Staatsanwaltschaft steht bislang aus.
Die BVK beziffert ihr Engagement in US-Immobilieninvestments mit der Deutschen Finance und dem Immobilienentwickler SHVO auf rund 1,6 Milliarden Euro. Das prognostizierte Verlustpotenzial beträgt nach ihren Angaben 853 Millionen Euro. Davon waren zum Jahresende 2025 auf Ebene der Zielfonds bereits rund 392 Millionen Euro als Verluste realisiert.
Autoren: Jens KummerSchlagworte: BVK | Deutsche Finance Group | US-Immobilien
In Verbindung stehende Artikel:


Schreiben Sie einen Kommentar