Pensionsfonds
20. Oktober 2020

ABP stimmt auf Pensionskürzungen ein

Deckungsgrad mit 88 Prozent in „danger zone“. Corona-Crash noch nicht aufgeholt.

Der größte Pensionsfonds der Niederlande, ABP, gibt bekannt, dass sich die finanziellen Kennzahlen im dritten Quartal weiter gebessert haben. Der Return betrug in Q3 knapp 13 Milliarden Euro. Allerdings hat ABP auf Jahressicht Stand Ende September immer noch 1,6 Milliarden Euro verloren. Der Deckungsgrad des Pensionsfonds liegt damit nach drei Quartalen bei 88,2 Prozent und damit weiter in der „danger zone“. Auf diesem Level, ABP, sei eine Kürzung der Pensionen in 2021 realistisch. Ende September investiert ABP für drei Millionen Mitglieder 463 Milliarden Euro.

Corien Wortmann-Kool, ABP-Vorsitzende, sagt: „Unsere Wirtschaft wird von der Coronavirus-Pandemie hart getroffen. Trotz der herausfordernden Finanzmärkte konnten unsere Anleger jedoch im zweiten Quartal in Folge eine positive Rendite erzielen. Infolgedessen ist unsere Finanzlage noch nicht wieder auf das Niveau vor der Coronavirus-Pandemie zurückgekehrt. Wenn die Wirtschaft in Schwierigkeiten ist, werden wir die Auswirkungen auf die Renten sehen. Aus heutiger Sicht besteht also eine reelle Chance auf Rentenkürzungen im nächsten Jahr. Bei einer durchschnittlichen ABP-Rente von 700 Euro netto würde dies derzeit etwa 15 Euro pro Monat betragen.“ Ob es soweit kommt liegt am Deckungsgrad zum Jahresende.

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