Traditionelle Anlagen
16. August 2021

Aktien überzeugen im ersten Halbjahr

Scope: Mit nordamerikanischen Titeln waren 19 Prozent zu verdienen. Renditearme Rentenfonds.

„Aktien Nordamerika“ – so lautet die Peergroup, die im Performance-Ranking von Scope im ersten Halbjahr mit 19 Prozent am meisten Rendite brachte. Allerdings lagen auch die anderen Aktien-Peergroups mehr oder weniger im positiven Terrain. Bei Euroland-Aktien belief sich in den ersten sechs Monaten das Kursplus auf 15 und bei Emerging Markets auf elf Prozent. Am schwächsten performten in dieser regionalen Betrachtung China und Japan, wo das Kursplus in sechs Monaten „nur“ sieben beziehungsweise fünf Prozent betrug. Über fünf Jahre hätte man ebenfalls in nordamerikanische Anteilsscheine investieren sollen. Dies hätte eine Rendite pro Jahr von 14 Prozent gebracht.

Immobilien- vor Techaktien

In der Sektorenbetrachtung wussten im ersten Halbjahr Immobilienaktien mit 17 Prozent zu überzeugen. Technologieaktien legten um 14 und das Gesundheitswesen um elf Prozent zu. Über fünf Jahre war mit Immobilienaktien dagegen nur vier Prozent, mit Technologieaktien dagegen pro Jahr 25 Prozent zu verdienen.

Renditearmut bei Rentenfonds

Weniger rentierlich performten Rentenfonds. Auch im ersten Halbjahr 2021 fielen die Ergebnisse der Rentenfonds-Peergroups durchwachsen aus, und wie auch im Vorjahr bewegte sich die Performance von knapp der Hälfte aller Peergroups wieder auf negativem Terrain. Im Vergleich zu 2020 hat sich die Rangfolge jedoch stark verändert: Seit Jahresanfang haben insbesondere die langen Laufzeiten die größten Verluste verzeichnet. Dies zeigt sich auch in der Peergroup-Auswertung: Renten Euroland Staatsanleihen verloren 2,6 Prozent und damit etwas weniger als die Benchmark FTSE Euroland Government Bond Index mit minus drei Prozent. Damit wiesen Euroland-Staatsanleihen die schlechteste Wertentwicklung aller untersuchten Renten-Peergroups auf. Dabei wurden die Ergebnisse zusätzlich noch von der Euro-Schwäche gegenüber dem US-Dollar beeinflusst: Peergroups, die primär in Anleihen außerhalb des Euro-Raumes anlegen, wie Renten Global oder Renten USD, konnten sich mit einer Wertentwicklung von 1,1 Prozent und 1,9 Prozent im Mittelfeld der Peergroups halten.

Neben US-Dollar-Investments hatten auch Credit-Bonds seit Jahresanfang die Nase vorn. So verwundert es nicht, dass die Peergroup „Renten USD Corp. High Yield“ mit einer Wertentwicklung von 6,1 Prozent seit Jahresanfang an der Peergroup-Spitze steht, gefolgt von „Renten Global Corp. High Yield“ mit 5,7 Prozent. Auch in USD-denominierte Emerging Markets Unternehmensanleihen konnten mit einer Wertentwicklung von 4,2 Prozent punkten und sicherten sich damit Platz drei im Ranking. Lokalwährungsanleihen verloren ein halbes Prozent.

Für die Performance-Untersuchung hat Scope die 50 zahlenmäßig größten Peergroups untersucht. Insgesamt enthalten die Peergroups 5.511 Fonds mit Assets under Management von zusammen über  4,6 Billionen Euro.

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