Versicherungen
21. August 2013

Allianz investiert im indonesischen Urwald

Für die Versicherung ist es bereits das dritte Klimaschutzinvestment in Schwellenländern. Über das Investitionsvolumen herrscht Stillschweigen.

Die Allianz tätigt zum dritten Mal ein Klimaschutzinvestment in Schwellenländern und baut damit ihr Engagement in diesem Bereich weiter aus. Wie die Münchner Versicherung mitteilte, handelt es sich dabei um das sogenannte Projekt „Rimba Raya“, das ein 640 Quadratkilometer großes Urwaldgebiet im Süden von Borneo vor der Abholzung durch die Palmölbranche schützt. Über einen Zeitraum von 30 Jahren soll der Ausstoß von 90 Millionen Tonnen Kohlendioxid verhindert werden. Welche Summe die Allianz genau in dieses Projekt gesteckt hat, war nicht zu erfahren. Darüber habe man mit der indonesischen Regierung Stillschweigen vereinbart. Allerdings war von Todd Lemons, CEO des Projektentwicklers Infinite Earth, zu erfahren: „Rimba Raya hat dem Staat exakt die gleichen Abgaben für die Landnutzung gezahlt, die die Palmöl- und Holzkonzessionäre gezahlt hätten.“
Die Allianz bekommt für ihr Engagement in Indonesiens Urwald CO2-Zertifikate, mit denen eigene Emissionen ausgeglichen werden können. Dadurch rechnet sich die Investition, hieß es von Seiten der Versicherung. Seit 2012 ist der Konzern eigenen Angaben zufolge zu 100 Prozent klimaneutral. Dies wurde durch die Reduzierung eigener Emissionen, aber auch dank solcher Zertifikate erreicht.
Das Rimba-Raya-Projekt ist bereits das dritte Projekt dieser Art, das die Allianz unterstützt. So ist der Versicherungskonzern seit 2011 an dem Projektentwickler Wildlife Works Carbon (WWC) beteiligt. Zusammen mit dieser Beteiligung erwarb die Allianz Emissionsrechte aus einem Waldschutzprojekt in Kenia, das auf einer Fläche von 208.000 ha über die nächsten knapp 30 Jahre den Ausstoß von 36 Millionen Tonnen Kohlendioxid verhindern soll. Im Jahr 2012 folgte außerdem eine Investition in ein Projekt in Indien, in dem in privaten Haushalten Glühbirnen gegen Energiesparlampen umgetauscht werden. Darüber hinaus ist die Münchner Versicherung mittlerweile mit rund 1,7 Milliarden Euro in 39 europäische Windfarmen und sieben Solarparks investiert, die eine Leistung von 930 Megawatt haben. 
Bei der Allianz ist man überzeugt, dass die Investitionen in den Waldschutz zur Klima- und Investitionsstrategie des Konzerns passen, weil sie langfristige und stabile Erträge liefern. Gleichzeitig schütze man auf diese Weise das Klima und die Biodiversität. Als Mitglied der UN PRI sieht sich die Allianz in der Verantwortung, in den Schwellenländern Umweltprobleme anzugehen. Karsten Löffler, Geschäftsführer der Allianz Climate Solutions, sagte: „Asien ist ein Wachstumsmarkt für die Allianz. Ohne Beteiligung dieser Wachstumsmärkte wäre globaler Klimaschutz aussichtslos. Rimba Raya fördert zusätzlich die Sensibilität rund um den schonenden Umgang mit Ressourcen und bewahrt den Lebensraum der lokalen Bevölkerung.“ Dem Image der Versicherungsgruppe schaden Investitionen in derartige Projekte sicher auch nicht. 
portfolio institutionell newsflash 21.08.2013/Kerstin Bendix

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