Versicherungen
23. Mai 2012

Allianz Leben sucht lange Durationen

Neuanlage der Lebensversicherung erwirtschaftet vier Prozent; Mexiko, Brasilien, Infrastruktur und Baufinanzierung im Fokus.

In einem gestern von der Allianz veröffentlichten „Eigeninterview“ gibt Jörg Ladwein, Chefanleger der Allianz Leben, einen Rückblick auf 2011 und nimmt Stellung zu aktuellen Anlagethemen. Bei der Neuanlage von festverzinslichen Anlagen gelang es im vergangenen Jahr laut Ladwein rund vier Prozent zu erwirtschaften. „Wir legen bevorzugt in längeren Laufzeiten an, um höhere Zinsen zu erzielen, insbesondere bei Staatsanleihen“, so der Chefanleger der Allianz Leben. Bundesanleihen würden derzeit nicht gekauft. Attraktiv seien dagegen Anleihen von Schwellenländern, wie beispielsweise Mexiko und Brasilien. 
Auf der Kaufliste steht auch die Anlageklasse „Infrastruktur“. Ladwein erwähnt eine Beteiligung an einem norwegischen Gastransport-Netzwerk, die 2011 eingegangen wurde. Zudem seien erneuerbare Energien, wie Onshore-Windkraftwerke und Immobilien, „interessante Ansätze“. Ihr Engagement baut die Allianz Leben darüber hinaus noch auf einem weiteren Feld aus. „Rund zwei Milliarden haben wir im vergangenen Jahr auch im Bereich Baufinanzierung investiert. Hierbei handelt es sich um ein Geschäftsfeld, das Allianz Leben schon lange betreibt und das inzwischen rund acht Prozent unserer Kapitalanlagen ausmacht“, kommentiert Ladwein.
Bezüglich Solvency II hält der Marktführer weitere Verzögerungen nicht für ausgeschlossen. Zudem fordert Ladwein bezüglich des Regelwerks, „sinnvolle Regelungen zu finden, um prozyklisches Anlageverhalten zu vermeiden, wodurch die schon hohen Kapitalmarktschwankungen verstärkt werden können“. Auch würde die teils vorgesehene hohe Kapitalunterlegung bestimmter Anlagearten, wie Aktien und Infrastrukturinvestments, kontraproduktiv wirken.     
portfolio institutionell newsflash 23.05.2012/pe
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