Versicherungen
15. Januar 2021

Allianz setzt sich Klimaziele

Treibhausgas-Emissionen in Aktien und Unternehmensanleihen sollen um ein Viertel sinken. Immobilien kompatibel mit 1,5-Grad-Pfad sein. 

Die Allianz gibt erstmals konkrete Zwischenziele zur Verringerung der Treibhausgas-Emissionen in ihrer Anlage der Versichertengelder bekannt. Damit will die Versicherung ihr erklärtes Ziel der Klimaneutralität bis 2050 umsetzen. Bis 2025 sollen die Emissionen für ausgewählte Anlageklassen im Portfolio der Kundengelder um 25 Prozent im Vergleich zu 2019 sinken. Alle Aktien sowie Unternehmensanleihen werden neben klassischen Investmentkriterien künftig auch auf ihre Vereinbarkeit mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens überprüft. Zusätzlich besteht die Absicht, bis 2025 alle von der Allianz investierten Immobilien in der Summe ihrer Emissionen in Übereinstimmung mit wissenschaftlich fundierten 1,5-Grad-Pfaden zu bringen. Über ihre Fortschritte will die Allianz jährlich berichten.
„Mit den Veränderungen fangen wir bei uns selbst an – um dann andere zu unterstützen, sich in Richtung der Klimaneutralität zu entwickeln. Wir sind überzeugt, dass sich die Integration von Klima- und Nachhaltigkeitsaspekten positiv auf unsere Anlagestrategie auswirkt“, erläutert Dr. Günther Thallinger, im Vorstand der Allianz SE verantwortlich für Investment Management und ESG. „So können wir klimabedingte Risiken abfedern und Chancen zukunftsorientierter Geschäftsmodelle nutzen.“
Wie die Versicherung berichtet, wird die Verkleinerung des ökologischen Fußabdrucks der Anlage in 5-Jahres-Schritten erzielt. Letztlich werden zunehmend Unternehmen im Portfolio gehalten, die dem Anlageprofil der Allianz entsprechen und einen 1,5-Grad-Pfad verfolgen. Dies wird unter anderem über den aktiven Dialog mit den Unternehmen und Vorgaben an Klimaschutzziele umgesetzt. Auch über den Ausbau von Investments in klimapositive Technologien sowie dem Verzicht auf Investments in kohlestoffintensive Geschäftsmodelle werden die Emissionen verringert. „Das vergangene Jahr hat klar gezeigt: Märkte und Staaten müssen lernen, mit neuen Risiken wie Pandemien, Klimawandel und sozialen Unruhen umzugehen. Es ist die wichtigste Aufgabe der kommenden Dekade, eine nachhaltige Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Allianz SE, Oliver Bäte. „Wir werden unsere Partnerschaften mit der Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft für eine klimafreundliche und sozial gerechte Zukunft daher intensivieren.“

Net-Zero Asset Owner Alliance

Branchenübergreifende und internationale Partnerschaften gelten als wichtige Hebel zur Bewältigung globaler Herausforderungen. Auch die dem Reduktionsziel zugrundeliegenden Methoden entwickelte die Allianz gemeinsam mit Partnern im Rahmen des UN-geleiteten Netzwerks Net-Zero Asset Owner Alliance (AOA). Das zur Konsultation veröffentlichte und jetzt fertig gestellte Target Setting Protocol basiert auf dem neuesten Stand der internationalen Klimaforschung und zählt aktuell zu den ambitioniertesten Klima-Richtlinien für Investoren. Die aktuell 33 Mitglieder starke AOA plant, weiter zu wachsen und ihre Klimaschutzstandards in der Finanzindustrie weiter zu etablieren.
Die Allianz baut das Thema Nachhaltigkeit strategisch weiter aus. Seit 1. Januar 2021 leitet Line Hestvik in der neu geschaffenen Position der Chief Sustainability Officer (CSO) den Bereich Global Sustainability. Sie berichtet direkt an den Vorstand und wird die neue Allianz Nachhaltigkeitsstrategie in allen Märkten umsetzen.
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