Versicherungen
11. November 2020

Allianz steckt rund 900 Millionen in Glasfaser- und Gasnetze

JV mit Telefonica zum Glasfaserausbau umfasst 700 Millionen. Nachhaltiges Erdgasnetz in Portugal.

Nachdem Ende Oktober eine neue Partnerschaft zwischen Allianz und Telefonica in Form eines Joint Ventures bekannt geworden war, hat die Allianz Lebensversicherung nun angekündigt, rund 900 Millionen Euro Kundengelder in Infrastrukturprojekte in Deutschland und Portugal zu investieren. Der Löwenanteil – gut 700 Millionen Euro – soll in das Joint-Venture der Allianz mit der Telefonica Gruppe für die Verlegung von Glasfaser bis ins Haus fließen. Im Rahmen des Projekts sollen lokale Glasfasernetze in weniger gut versorgten ländlichen Gebieten in ganz Deutschland ausgebaut werden. Allen Anbietern von Telekommunikationsdienstleistungen soll ein entsprechender Netzzugang angeboten werden, den diese wiederum ihren Endkunden zur Verfügung stellen können. Diese Investition schließe sich dem Engagement der Allianz beim wichtigen Glasfaserausbau in Frankreich und Österreich an. Das Glasfasernetz soll mehr als zwei Millionen Haushalte in ländlichen Gebieten erreichen, sich über 50.000 km Länge erstrecken und einen energieeffizienten Betrieb sicherstellen. „Gerade in der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung für unsere Gesellschaft ist. Die Verfügbarkeit von schnellem Internet wird in Zukunft noch wichtiger werden. Wir möchten unseren Kunden mit zukunftsfähigen Kapitalanlagen attraktive Renditechancen sichern“, betont Andreas Lindner, Chefanleger Allianz Leben und verantwortlich für die insgesamt über 308 Milliarden Euro umfassende Kapitalanlage beim Stuttgarter Lebensversicherer.

Auch außerhalb Deutschlands baut die Allianz Leben ihre Kapitalanlagen weiter aus. Der Lebensversicherer wird sich mit rund 160 Millionen Euro am portugiesischen Erdgasnetz Galp Gás Natural Distribuição („GGND“) beteiligen, das etwa 1,1 Mio. Haushalte versorgt und über eines der modernsten Verteilernetzwerke Europas verfügt. Dabei spielt auch der Faktor Nachhaltigkeit eine Rolle: Knapp 95% des Netzwerks bestehen aus Polyethylen („PE“)- Niederdruckleitungen, die auch für den Transport von Wasserstoff, synthetischem Erdgas oder Biomethan genutzt werden können. Darüber hinaus zeichnen sich die PE-Leitungen auch durch ihre längere Lebensdauer sowie geringere Wartungskosten und Leckraten aus.

„Nachhaltige Projekte sind langfristig angelegt – das passt zur Strategie der Lebensversicherung. Wir wollen Mehrwert für unsere Kunden über einen Zeitraum von 30, 40 oder mehr Jahren erzielen und investieren zukunftsorientiert. Wir freuen uns, hier einen Beitrag leisten und gleichzeitig langfristige, attraktive Erträge generieren zu können“, sagt Andreas Lindner. Mit dieser Infrastrukturinvestition unterstützt die Allianz gemeinsam mit GGND und ihren Partnern den Dekarbonisierungsplan Portugals und die Energiewende hin zu erneuerbaren Gasen. Die Transaktionen stehen unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Fusionskontrollbehörden; die Abschlüsse werden für die erste Hälfte des Jahres 2021 erwartet.

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