Alternative Anlagen
20. Januar 2026

Allianz und Schweizer PK geben Geld für Blended-Finance-Struktur

Erstes Closing der Allianz-Credit-EM-Strategie bei 690 Millionen Dollar. Institutionelle Investoren sind vorrangige Kreditgeber.

Allianz GI meldet für die Allianz-Credit-Emerging-Markets-Strategie (ACE-Strategie) das erste Closing in Höhe von 690 Millionen Dollar. Das Zielvolumen liegt bei einer Milliarde Dollar. Wie der Asset Manager mitteilt, zielt die Strategie darauf ab, privatwirtschaftliche Investitionen zur Unterstützung der Pariser Ziele in Schwellenländern zu mobilisieren. Die Zielinvestments sollen Fortschritte bei der Erreichung der Sustainable Development Goals beschleunigen.

Die Strategie verfügt über eine gemischte Kapitalstruktur, die es institutionellen und professionellen Anlegern ermöglicht, eine vorrangige Position gegenüber dem nachrangigen Kapital einzunehmen. Letzteres bietet einen First-Loss-Schutz und zielt darauf ab, die Volatilität deutlich zu begrenzen und die erwartbare Rendite für privatwirtschaftliche Investoren zu steigern.

Gastro-Social-Pensionskasse gibt Kredit für reale Auswirkungen

Zu den institutionellen Ankerinvestoren gehören Allianz und Gastro-Social-Pensionskasse. Die Schweizer Pensionskasse kam Ende 2024 auf eine Bilanzsumme von elf Milliarden Franken und investiert neun Prozent ihrer Assets in Private Debt. Beat Wust, CIO und Head of Asset Management der Gastro-Social-Pensionskasse, kommentiert: „Wir sind stolz darauf, an dieser wegweisenden Zusammenarbeit zwischen öffentlichen und privaten Investoren in großem Maßstab teilzunehmen, die zu realen Auswirkungen führen wird.“

First-Loss-Kapital wird bereitgestellt durch Global Affairs Canada – dem für internationale Entwicklung und humanitäre Hilfe zuständigen Bundesministerium Kanadas –, durch British International Investment, also die britische Entwicklungsfinanzierungsinstitution, und durch die Inter-American Development Bank Invest. Die First-Loss-Tranche wird gehalten von Sida, der schwedischen Agentur für internationale Entwicklungszusammenarbeit, und von Impact Fund Denmark.

Die ACE-Strategie sieht vor, hauptsächlich gemeinsam mit Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen und multilateralen Entwicklungsbanken zu investieren. Diese verfügen laut Pressemitteilung über lokale Expertise, strenge ESG-Standards und eine Erfolgsbilanz mit niedrigen Ausfallraten und hohen Rückflüssen.

Für Paris und die SDGs

ACE beabsichtigt, in einen gut diversifizierten Pool privater Schuldverschreibungen in kohlenstoffarmen Sektoren in Schwellenländern zu investieren. Im Einklang mit den übergeordneten Zielen des Pariser Abkommens von 2015 zielt die Strategie auf Investitionen in saubere Energie, intelligente Landwirtschaft, nachhaltige Infrastruktur, Finanzinstitute und ausgewählte industrielle Aktivitäten ab. Die Zielregionen sind Schwellenländer weltweit, vor allem Afrika, Lateinamerika und die Karibik sowie der asiatisch-pazifische Raum.

„Die Bekämpfung des Klimawandels kann sich nicht ausschließlich auf Investitionen in entwickelten Märkten konzentrieren“, erklärt Edouard Jozan, Head of Private Markets bei Allianz GI. „Die Strategie ist ein hervorragendes Beispiel für die Kraft der Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor und das erhebliche Potenzial für weitere Investitionsausweitungen.“

Sein Kollege Ludovic Subran, CIO und Chefvolkswirt der Allianz, fügt hinzu: „Das First Closing von ACE ist ein wichtiger Meilenstein bei der Nutzung unserer langjährigen Expertise im Bereich Blended-Finance-Investments, um umfangreiches privatwirtschaftliches Kapital für die drängendsten Nachhaltigkeitsherausforderungen der Welt zu mobilisieren. Schwellenländer bergen ein außergewöhnliches Potenzial sowohl für den Klimaschutz als auch für die langfristige Wertschöpfung.“

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