Alternative Anlagen
29. Oktober 2020

Allianz und Telefonica verpartnern sich für Glasfaserausbau

In Deutschland will man fünf Milliarden Euro investieren. Partner sind hälftig an Joint Venture beteiligt.

Die Allianz und die Telefonica haben sich auf die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens zur Bereitstellung von Fibre-to-the-Home (FTTH) in Deutschland geeinigt. Allianz Capital Partners wird im Auftrag der Allianz-Versicherungsgesellschaften und des Europäischen Infrastrukturfonds der Allianz 50 Prozent in das Joint Venture investieren. Das Gemeinschaftsunternehmen beabsichtigt, bis zu fünf Milliarden Euro in sechs Jahren zu investieren. Die Allianz kann in das Projekt ihre Erfahrung aus bereits erfolgten Glasfaser-Investitionen in Österreich und Frankreich einbringen.

Fünf Milliarden Euro in sechs Jahren

Das Joint Venture soll für lokale Glasfasernetze in unterversorgten ländlichen und halbländlichen Gebieten in ganz Deutschland sorgen und allen Telekommunikationsdienstleistern den FTTH-Großhandelszugang bieten. Das neu gegründete Unternehmen will mehr als zwei Millionen Wohnungen in ländlichen und halbländlichen Gebieten einsetzen und so ein Glasfasernetz von über 50.000 km schaffen.

Günther Thallinger, Mitglied des Vorstands der Allianz SE, kommentiert: „Allianz als engagierter Investor in wesentliche Infrastrukturen freut sich darauf, mit einem erfahrenen Partner im Fibre-to-the-Home-Segment wie Telefonica ein Joint Venture einzugehen. Die fortschreitende Digitalisierung unserer Gesellschaft und die zunehmende Datenmenge erfordern für die Haushalte eine hohe Bandbreite, wie die Covid-Krise derzeit zeigt, bei der Millionen von Menschen von zu Hause aus arbeiten und lernen. Wir sind stolz darauf, in eine nachhaltige Infrastruktur zu investieren, von der wir glauben, dass sie auch unseren Versicherten attraktive Renditen sichern wird.“

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Fusionskontrollbehörden. Der Abschluss wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2021 erfolgen.

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