Versicherungen
20. April 2011

Alte Leipziger richtet Zeitwertkonto-Geschäft neu aus

Kapitalanlage, Insolvenzsicherung und Verwaltung gibt es aus einer Hand.

OBERURSEL – Die Alte Leipziger richtet ihr Geschäft im Produktbereich Zeitwertkonten (ZWK) neu aus. Wie der Versicherer mitteilte, werden nun die Verwaltung dieser Konten, die Insolvenzsicherung sowie die Kapitalanlage aus einer Hand angeboten.

Der Versicherer bietet bereits seit einiger Zeit speziell für kleine und mittelgroße Unternehmen eine Lösung an, bei der Mitarbeiter auf der Grundlage des Flexi-Gesetzes (siehe Hintergrund) Arbeitsentgelt einbringen, um damit zu einem späteren Zeitpunkt eine bezahlte Freistellung zu finanzieren. Laut einem Sprecher verwaltet die Alte Leipziger derzeit fünf Millionen Euro in ZWK für rund 1.800 Personen.

Bei den ZWK ist neben der Kapitalanlage, die zumindest den Kapitalerhalt garantieren muss, eine Insolvenzsicherung und Administration der Konten erforderlich. Das führte in der Vergangenheit häufig dazu, dass Unternehmen drei verschiedene Ansprechpartner für die Modelle hatten.

Daher bündeln viele Fondsgesellschaften und Versicherer, die solche Kontenmodelle vertreiben, diese Dienstleistungen an einer Stelle und richten eigene Verwaltungssysteme und CTA-Modelle zur Insolvenzsicherung ein, um den Unternehmen die Abwicklung zu erleichtern. ZWK stellen für Unternehmen ein bestandssicheres und langfristiges Geschäft dar, allerdings läuft der Aufbau vielfach langsamer als erhofft.

_Gothaer-Umfrage: ZWK sind die Lösung für die Ruhestandsplanung

Nach einer Umfrage der Gothaer Versicherung, die allerdings bereits 2009 veröffentlicht wurde, hielten 70 Prozent der befragten Arbeitgeber ZWK wegen ihrer Flexibilität besser für die Ruhestandsplanung geeignet als Altersteilzeit. Außerdem meinten knapp 60 Prozent, dass damit in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Kündigungen vermieden werden können.

Allerdings planten zum damaligen Zeitpunkt lediglich knapp neun Prozent tatsächlich die Einführung eines ZWK. 53 Prozent äußerten immerhin Interesse und wollten eine Einführung nicht ausschließen. Nach den Erfahrungen der Anbieter solcher Modelle dauert es aber nicht selten zwölf und mehr Monate, bis Zeitkonten in Unternehmen tatsächlich installiert sind.

portfolio institutionell newsflash 20.04.2011/kmo/jan

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