Alternative Anlagen
20. August 2014

Alternative Anlagen werden zum Mainstream

Das in alternativen Vermögenswerten investierte Kapital ist seit 2005 doppelt so schnell gewachsen wie traditionelle Anlagen. Das geht aus einer Analyse von McKinsey hervor.

Das Beratungshaus McKinsey & Company wirft in einer aktuellen Studie ein Schlaglicht auf alternative Vermögenswerte. Laut dem US-Informationsportal Pensions & Investments erreichte das weltweit in alternativen Vermögenswerten allokierte Kapital zum Jahresende 2013 den Rekordwert von 7,2 Billionen US-Dollar. Zur Einordnung: Neben Hedgefonds, Dachhedgefonds und Private Equity klassifiziert McKinsey auch Immobilien, Rohstoffe und Infrastrukturanlagen als Alternatives. Das auf diesen Segmenten aufbauende Anlageuniversum hat sich seit dem Jahr 2005 glatt verdoppelt. In den vergangenen zehn Jahren ist das weltweit in Alternatives verwaltete Vermögen um 10,7 Prozent per annum gewachsen. 
Dem McKinsey-Bericht zufolge, der auf einer Befragung von knapp 300 institutionellen Investoren mit einem verwalteten Vermögen von zusammen 2,7 Billionen US-Dollar basiert, erfreuen sich alternative Anlagen ungebrochener Beliebtheit, wie sich insbesondere an den relativen Mittelzuflüssen im vergangenen Jahr ablesen lässt. Während Alternatives gemessen an den Gesamtanlagen netto neue Mittel in Höhe von sechs Prozent zuflossen, lagen die Nettomittelzuflüsse bei traditionellen Anlagen bei unter zwei Prozent. Nach Einschätzung von McKinsey dürfte sich der Trend manifestieren. Studienautor Ju-Hon Kwek erläutert: „Die Nachfrage nach alternativen Investments war noch nie so hoch wie heute. Sie werden zum Mainstream.“ Nach Angaben des McKinsey-Experten aus dem Bereich Wealth and Asset Management wird die Nachfrage sowohl von zyklischen als auch von strukturellen Faktoren untermauert. Der Co-Autor der Studie, Onur Erzan, ergänzt: „Alternatives werden in zunehmendem Maße als Werkzeuge betrachtet, die ergebnisorientiertes Investieren ermöglichen.“ Diese Sichtweise sei für einen Teil der Nachfrage verantwortlich. 
Bei McKinsey geht man davon aus, dass das überproportionale Wachstum im Bereich der Alternatives in den nächsten fünf Jahren anhält. Pro Jahr erwartet das Beratungshaus bei den Nettomittelzuflüssen ein Plus von etwa fünf Prozent. Über alle Anlagesegmente hinweg hält McKinsey dagegen lediglich ein jährliches Plus von ein bis zwei Prozent für denkbar. Und noch eine Zahl hat McKinsey in petto: Im Jahr 2020 sollen auf Alternatives bereits 15 Prozent der globalen Assets under Management entfallen. Ende vergangenen Jahres lag ihr Anteil noch bei zwölf Prozent. 
portfolio institutionell newsflash 20.08.2014/Tobias Bürger
Autoren:

In Verbindung stehende Artikel:

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.