Asset Management
21. April 2020

Anleger flüchten aus (Aktien-)fonds

Von Januar auf Februar sinken Nettoverkäufe um 95 Milliarden Euro. Nachfrage nach Aktienfonds sinkt stark.

Lange Gesichter in den Vertriebsabteilungen der Fondsindustrie: Nach einem starken Jahresauftakt sind die Nettoverkäufe von Fonds deutlich eingebrochen – aber immer noch positiv. Der Fondsverband Efama beziffert die Nettoverkäufe von Ucits und AIFs im Februar mit 42 Milliarden Euro. Im Januar waren es lag diese Kennzahl jedoch noch bei 137 Milliarden Euro.

Besonders starke Fluchtbewegungen sind bei Aktien zu erkennen. Lagen die Nettoverkäufe bei Aktien-Ucits in den Monaten November, Dezember und Januar noch bei 24, 26 beziehungsweise 17 Milliarden Euro, so war im Februar ein Minus von vier Milliarden Euro zu verzeichnen.

Ebenfalls Abflüsse in Höhe von vier Milliarden Euro verzeichneten im Februar interessanterweise Ucits-Geldmarktfonds. Im Januar betrug deren Zuwachs noch 48 Milliarden Euro. Zu höheren Nettoverkäufen im Februar als im Januar kam es lediglich bei Multi Asset AIFs. In dieser Produktkategorie stiegen die Nettoverkäufe von 2,5 auf 5,6 Milliarden Euro.

Wenig Optimismus für den weiteren Jahresverlauf versprüht Bernard Delbecque, Leitender Direktor für Wirtschaft und Forschung, der Efama: „Trotz einer Trendwende bei den Kapitalströmen von Aktienfonds blieben die Nettoverkäufe von Ucits und AIFs im Februar positiv, da die Covid-19-Krise erst ganz zum Monatsende ausbrach. Nach einem starken Jahresauftakt ist die Branche in ein schwieriges Umfeld geraten, da die Märkte einbrachen und das Vertrauen der Anleger zu schwinden begann.“

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