Strategien
12. November 2018

Asien macht bald 30 Prozent des globalen Kapitalmarkts aus

Credit-Suisse-Studie geht auf wirtschaftliche, soziale, technologische und politische Veränderungen ein. Fokus auf Renewables.

Die asiatischen Schwellenländer verändern sich rasant: bis 2050 dürfte der Anteil der Region an der Weltwirtschaftsleistung 55 Prozent erreichen. Dies spiegelt sich auch auf den Kapitalmärkten wider: Die Aktien- und Bondmärkte der Region sind auf bestem Weg, bis 2030 einen globalen Anteil von fast 30 Prozent auszumachen. Dies ist der heute publizierten Studie „Asia in Transition“ des Credit Suisse Research Institute (CSRI) zu entnehmen, der auf die wichtigsten wirtschaftlichen, sozialen, technologischen und politischen Veränderungen in der Region eingeht.

Das CSRI konstatiert eine „Inländische Institutionalisierung von asiatischen Kapitalmärkten“: Dies bedeutet dass das zunehmende Angebot von Aktien und festverzinslichen Anlagen aufgrund der Entwicklung der asiatischen Kapitalmärkte zunehmend im Inland absorbiert werde, da Spareinlagen-Pools in einem Umfeld mit stärker werdender Retail-Anlagekultur höhere Renditen anstreben. Das CSRI erwartet eine Institutionalisierung dieser Anlagen hin zu Vorsorge-, Versicherungs- und Anlagefonds – ähnlich wie in den USA nach der Einführung der 401(k)-Vorsorgepläne. Gleichzeitig kommen große Mengen inländischer Ersparnisse zunehmend dem Konsum zugute. Sie werden zum Wachstumsmotor und zu einem Ausgleich zu schuldenfinanzierten Investitionen.

Eine weitere Erkenntnis der Studie ist der zunehmende Wohlstand der asiatischen Mittelschicht. Die Vermögensbildung der asiatischen Haushalte verzeichne den schnellsten Anstieg weltweit. In den vergangenen sieben Jahren sind 93 Millionen Personen in die Mittelschicht aufgestiegen.

Energiewirtschaftlich kommt es in Asien zu einem Fokus auf Erneuerbare Energien, um den überproportional negativen Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken: Erneuerbare Energien sind für die Bewältigung der Herausforderungen im Zusammenhang mit erhöhtem Energiebedarf und dem Klimawandel von zentraler Bedeutung. Der Verbrauch von umweltschädlichen fossilen Brennstoffen (Kohle und Öl) hat in Asien einen unverhältnismäßig hohen Anteil von 78 Prozent im Energiemix der Region, im Vergleich zu 52 Prozent im Rest der Welt.

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