Dr. Peter-Henrik Blum-Barth, Abteilungsleiter Unternehmensplanung & Controlling der Versorgungskassen KZVK/VKPB, erörtert im Gespräch mit Tobias Bürger, was er unter einer Risikoprämie versteht. Und er erklärt, warum Pensionseinrichtungen auf planbare Erträge angewiesen ist.
Der Begriff „Risikoprämie“ werde inflationär verwendet, ärgert sich ein Marktteilnehmer und präsentiert eine eng gesetzte Definition – portfolio institutionell ist der Sache nachgegangen und hat in alle Himmelsrichtungen recherchiert. Was uns kaum überrascht: Nicht jeder Investor oder Consultant will von Risikoprämien etwas wissen.
Investoren können regelmäßig aus neuen Anlagestrategien wählen, die in Backtests einen guten Eindruck hinterlassen haben. In Anlehnung an seine Untersuchungen stellt Professor Campbell Harvey jedoch fest, dass mehr als die Hälfte der empirischen Forschungsergebnisse wahrscheinlich falsch sind, wie er im Interview erklärt.
Ein Dauerbrenner im Asset Management ist die Frage, ob sich ein aktiv verwalteter Fonds an seine Benchmark klammern darf und trotzdem Gebühren verlangen kann, die über denen passiver Kapitalanlageprodukte liegen. Einblick in eine nicht enden wollende Debatte.
Für institutionelle Investoren wird es zunehmend schwieriger, Renditeanforderungen und Risikobudgets miteinander in Einklang zu bringen. Können Absolute-Return-Konzepte und Multi-Asset-Strategien sinnvolle Lösungen bieten? Antworten gaben die Referenten beim ersten portfolio institutionell summit im Jahr 2015.
Langfristige Investoren sind zu beneiden. Sie können Phasen hochkochender Volatilität gelassen entgegensehen, antizyklisch und in illiquide Anlagen investieren. Die dabei in Aussicht gestellten Risikoprämien sind beispielsweise beim Superannuation Fund in Neuseeland höchst willkommen.
Investoren brauchen schweres Gerät und tiefe Taschen, wenn sie stillgelegte Industriegebiete in Wohnquartiere umbauen wollen. In Ballungsgebieten gehören solche Projekte aber längst zum Ortsbild: Immer mehr Pensionseinrichtungen treiben Bauvorhaben zwecks späterer Vermietung voran. Daneben zeigen sie Interesse an reinen Projektentwicklungsfonds.
Der Renditeeinbruch bei deutschen Staatsanleihen geht mit einem kaum thematisierten Nebeneffekt einher. Er treibt die Pensionsverpflichtungen deutscher Firmen in brenzlige Höhen. Dadurch rinnt ihnen das Eigenkapital durch die Finger. Mit drastischen Folgen für Wachstum und Betriebsrenten.
In der betrieblichen Altersversorgung sind die Niederländer spitze. Branchenkenner sind deshalb der Meinung, dass wir Deutschen uns an dem Nachbarland orientieren sollten, um die hiesigen Konzepte der zweiten Rentensäule effizienter zu gestalten.
In diesem Jahr werden für institutionelle Investoren die Weichen in der Kapitalanlage neu gestellt. Während mancher schon Fahrt aufgenommen hat, um mit Solvency II neue Horizonte zu ergründen, versuchen andere, die Weichen noch schnell so zu justieren, damit ihr „Zug“ nicht in eben diese aus ihrer Sicht falsche Richtung fährt.