Wenn die Erwartungen der Barmenia tatsächlich eintreffen, dann steigen die Zinsen über die nächsten Jahre hinweg langsam an. Um die für Versicherer so wichtige Nettoverzinsung in der Gegenwart sicherzustellen, setzen die mit zehn Milliarden Euro hantierenden Wuppertaler neben Pfandbriefen auf Corporate Bonds und Hypothekendarlehen.
Die britische Regierung will mit gigantischen Investitionen die Schlüsselinfrastruktur des Königreichs auf Vordermann bringen. Unterstützung erhofft man sich von den finanzstarken Pensionseinrichtungen des Landes. Auf dem europäischen Festland wird diese Klientel ebenfalls umgarnt.
Wenn die Anlageexperten einer großen deutschen Stiftung, einer Sparkasse und traditionsreicher Altersvorsorgeeinrichtungen für die Dauer eines Fußball-Bundesligaspiels über Liquidität und Risikomanagement debattieren, bleibt es bis zum Schlusspfiff spannend. Zumal die Regulierung für enge Spielräume sorgt.
Bei der kurzfristigen Kapitalanlage lassen sich heute kaum noch nennenswerte Erträge erzielen. Kapitalsammelstellen sind daher zunehmend bereit, unterrentierliche Liquiditätsanlagen auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Das gilt insbesondere für Altersvorsorgeeinrichtungen und Stiftungen.
Der reale Substanzerhalt fällt Stiftungen angesichts der anhaltenden Niedrigzinslage immer schwerer. Die starre, jährliche Stichtagsbetrachtung sollte deshalb lieber durch eine mittelfristige Soll-Vorschrift ersetzt werden. Diese klare Botschaft ging von den Diskussanten des Stiftungs-Roundtables auf dem Trendforum von portfolio aus.
Die großen US-Universitätsstiftungen haben im vergangenen Fiskaljahr zweistellige Renditen erzielt. Nach dem eher durchwachsenen Vorjahr haben die breit diversifizierten Assets aber nicht überall besser als ihre Benchmarks abgeschnitten. Illiquide Anlagen sind unvermindert gefragt.
Ungeachtet des Niedrigzinsumfelds investieren Stiftungen primär in festverzinsliche Wertpapiere. Beim jüngsten Expertenseminar des portfolio Verlags kristallisierte sich heraus, dass die Einrichtungen kaum Anlageopportunitäten nutzen. Häufig fehlt es an Anlagerichtlinien, die mutige und antizyklische Investments erst ermöglichen.
Ein Patentrezept für die Auswahl aktiver Manager gibt es nicht. Dennoch: Wer die Chance auf Erfolg nutzen will, sollte ein paar wesentliche Fehler vermeiden. Lassen Sie sich nicht von einer tollen Performance und einem schönen Track Record verführen. Eine systematische Due Diligence ist Trumpf.
Rund um den Globus haben sich die Global Investment Performance Standards, kurz: Gips, als Berechnungs- und Präsentationsstandards für Wertentwicklungsergebnisse von Portfolien etabliert. Allerdings bestehen häufig Wissenslücken bei den Nutzern. Neben der Weiterentwicklung der Gips muss nun aber auch deren Nutzung forciert werden.
Manager und Produkte werden beim Versorgungswerk der Wirtschaftsprüfer und vereidigten Buchprüfer in Nordrhein-Westfalen einem sorgfältigen und systematischen Auswahlprozess unterworfen. Worauf es bei der Wahl aktiver Manager genau ankommt, darüber sprach portfolio mit Dajana Brodmann, Leiterin alternative Anlagen und Aktien.