Die Evolution der Finanzkrise macht institutionelle Kapitalanleger zu Goldkäufern – obwohl das Edelmetall keine, der sonst so heiß begehrten, laufenden Erträge aufweist. Doch bevor Gold als Währungsersatz im Sondervermögen eingebucht werden kann, muss so mancher Wertpapierprospekt und natürlich die Anlageverordnung studiert werden.
Die Sparkassen im Osten Deutschlands verfügen traditionell über umfangreiche Eigenanlagen, deren Steuerung in Zeiten niedriger Bund-Renditen, hoher Kreditnachfrage und wachsender Regulierung zur großen Herausforderung wird. Vor diesem Hintergrund lohnt ein Blick hinter die Kulissen.
Die Bonitätseinstufung von Staaten anhand alternativer Ratings gewinnt rasant an Bedeutung. Während die SEB Asset Management ein eigenes Scoring-Modell etabliert, weil sie die Länderallokation als Performance-Treiber identifiziert hat, schwört die Bank Sarasin auf zukunftsträchtige Länder und verteilt „Nachhaltigkeits-Ratings“.
Wirtschaftswachstum steht in der Kritik, da es zum Beispiel nicht den Ressourcenverbrauch und das Wohlbefinden abbildet. Andererseits wird ohne Wachstum die Rückzahlung aller Staatsschulden immer unwahrscheinlicher und Investition in Intelligenz schwierig. Eine Schrift wider den Wachstumspessimismus.
Zahlreiche Dax-Konzerne sitzen auf ungewöhnlich hohen, teils milliardenschweren Liquiditätspolstern. Das operativ nicht benötigte Geld wird derzeit überwiegend in Geldmarktfonds und Termingeldern angelegt, um marktinduzierte Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Aber auch Gold wird gebunkert, wie das Beispiel eines Softwarehauses zeigt.
Im Zuge der Finanzkrise ist das Interesse institutioneller Investoren an Low-Risk-Strategien kräftig gestiegen, wie von Seiten der Asset Manager zu hören ist. Profianleger versuchen auf diese Weise, Ineffizienzen am Aktienmarkt auszunutzen und dem Niedrigzinsumfeld ein Stück weit zu entfliehen.