Immobilien
14. Mai 2012

Bayerische Ärzteversorgung baut für den Direktbestand

Das Versorgungswerk engagiert sich derzeit als Bauherr und Investor in der Landeshauptstadt München. Auch im Norden setzt man auf Betongold.

Die Bayerische Ärzteversorgung, die zum Universum der Bayerischen Versicherungskammer (BVK) zählt, investiert derzeit in den Neubau eines Büro- und Wohnkomplexes in der bayerischen Landeshauptstadt. Anfang Mai legte der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Verwaltungsausschusses der Bayerischen Ärzteversorgung Dr. Lothar Wittek und dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden und Leiter Kapitalanlagen Daniel Just, den Grundstein für das Gebäude im Münchner Arabellapark. Dieses liegt in direkter Nachbarschaft zum Sitz der BVK. Auf dem Areal soll bis Mitte 2014 ein Bürokomplex mit rund 26.000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen. Darüber hinaus ist ein Wohngebäude mit 28 Mietwohnungen geplant.
Wittek unterstreicht die Rolle des Immobilieninvestments mit den Worten: „Unsere Hauptaufgabe ist eine über Generationen finanzierbare sichere Altersversorgung für unsere Mitglieder. Dazu gehört auch eine gut strukturierte Verteilung des Vermögens unter anderem in hochwertige Immobilien. Dieses Bauprojekt ist ein weiterer Meilenstein.“
Direktinvestments in Top Lagen
Zwar hat die Bayerische Versorgungskammer schon in früheren Jahren Immobilienprojekte gestemmt. Gleichwohl sei „Arabeska“ das größte und anspruchsvollste Bauvorhaben, das man bisher als Bauherr in Eigenregie realisiert, wie eine Sprecherin der BVK es ausdrückt. „An Stelle einer Immobilie, die nicht mehr zu vermieten war, entsteht eine langfristig Rendite bringende, neue Immobilie und ein Beitrag zur Aufwertung des Standortes Arabellapark, ein Stück Stadterneuerung.“ Zur Rendite der Gebäudeensembles, das vollständig an Dritte vermietet werden soll, wollte die Sprecherin allerdings keine Angaben machen.
Nicht nur die Versorgungswerke im Süden der Bundesrepublik entwickeln hochwertige Immobilien für den Direktbestand. Auch im Norden setzt man auf Betongold. So gehört es bei der Ärzteversorgung Niedersachsen längst zu Strategie, „neben Aktien und festverzinslichen Wertpapieren langfristig besonders in werthaltige Wohn- und Büroimmobilien zu investieren, um unsere Altersversorgung so stabil wie möglich zu halten“, wie der Vorsitzende des Verwaltungsausschusses, Dr. Jürgen Tempel, es formuliert. Mit dem Neubauvorhaben „Alstercampus“ in zentraler Lage an der Außenalster baut die Ärzteversorgung Niedersachsen in Hamburg 109 Mietwohnungen und circa 3.400 Quadratmetern Bürofläche. Ende 2012 sollen die ersten Wohnungen bezogen werden.
Auch die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe tummelt sich – neben Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf, Berlin und London –  im Immobilienmarkt der Elbmetropole mit der Begründung: Die Hansestadt boomt. Doch trotz der zahlreichen Bautätigkeiten sei das Angebot an bezahl- und finanzierbaren Immobilien für die steigende Nachfrage nicht ausreichend. Diese Diskrepanz mache den Markt für Immobilien in Hamburg zu einem der wertstabilsten Märkte in Deutschland.
portfolio institutionell newsflash 14.05.2012/tbü
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