Strategien
14. Juni 2021

Boom bei Wandlern hält an

Neuemissionen Ende Mai bei 89 Milliarden Dollar. Chancen in der Reisebranche.

Der Boom bei Wandelanleihen aus 2020 hält in diesem Jahr nahezu ungebremst an. Das berichtet Fisch Asset Management. Während der Coronakrise hätten sich viele Firmen auf das Finanzierungsinstrument Wandelanleihen zurückbesonnen, während andere es zum ersten Mal nutzten, worauf es zu Rekordständen bei Neuemissionen in 2020 kam. Diese setzten sich auch in 2021 fort und es böten sich neue Anlagechancen: „Anleger profitieren von dieser stark erhöhten Emissionsaktivität, da sich im Universum jetzt auch vermehrt Anlagechancen in bisher unterrepräsentierten Branchen wie Fluglinien und der Reise- und Freizeitbranche finden lassen“, so Ute Heyward, Senior Portfolio Managerin bei Fisch Asset Management in Zürich.

Die Gründe für die Attraktivität der Wandelanleihe als Finanzierungsinstrument für Unternehmen seien vielfältig, erklärt Heyward, die den Fisch Convertible Global Dynamic Fund managt: „Während der Coronakrise wollten viele börsennotierte Firmen schnell, unkompliziert und kosteneffizient Kapital aufnehmen, wofür Wandelanleihen prädestiniert sind. Dieses Jahr wurden die Emissionsaktivitäten von den steigenden Zinsen befeuert, da die Emittenten die Gelegenheit nutzen wollten, sich die bis dahin noch niedrigen Zinsen zu sichern.“

Somit liegt das Jahr 2021 erneut auf Rekordkurs und könnte bei gleichbleibenden Emissionsvolumen sogar das extrem starke Vorjahr übertreffen. Ende Mai betrug der Wert der neu begebenen Papiere 89 Milliarden US-Dollar. Dadurch ist das Universum mittlerweile vielseitiger und der Refinitiv Global Vanilla Convertible Bond Index erreichte mit mehr als 530 Titeln den höchsten Stand seit vielen Jahren.

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